Börse startet mit Verlusten in den Juli, Chinesen kaufen nicht mehr Rompetrol-Mutterkonzern

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 10. Juli 2018

Die Bukarester Börse startete mit recht hohen Verlusten in den neuen Handelsmonat. Der Hauptindex BET gab um 3,11 Prozent nach und fiel somit wieder unter die 8000-Punkte-Marke. Aktuell steht der Index bei 7835,34 Zählern. Der BETPlus zog nach mit einem Wochenverlust von knapp drei Prozent. Der Energiewerte-Index BET-NG rutschte um 5,8 Prozent und somit unter 650 Punkte (638,4 Punkte). Näher an 16.000 Punkte fiel auch der ROTX-Index nach einem Wochenverlust von 543,64 Punkten oder 3,26 Prozent. Der Finanzwerte-Index machte im Vergleich eine Seitwärtsbewegung durch und verlor nur 0,1 Prozent auf Wochensicht.

Kurssturz für Romgaz-Aktien

Der Gesamtumsatz lag bei mageren 110,25 Millionen Lei (23,66 Millionen Euro), um etwa 30 Prozent unter dem der Vorwoche. Ein knappes Viertel des Umsatzes wurde mit Aktien des Gaserzeugers Romgaz (SNG, 31,8 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) erreicht: 30,2 Millionen Lei oder 23 Prozent. Die Aktie verlor auf Wochensicht 14,86 Prozent. Der Kurssturz war dem Verstreichen des Stichdatums zu verdanken, zu dem die Aktionäre für die Auszahlung der Dividenden berücksichtigt wurden. Romgaz-Aktionäre hatten einer Auszahlung von 4,99 Lei je Aktie zugestimmt, was einer Dividendenrendite von 13 Prozent entsprach. Das Verstreichen des Stichdatums hat die Aktien um die Rendite verbilligt. Der Fonds Proprietatea (FP, 0,884 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) schaffte es auf den zweiten Platz dank eines Gesamtumsatzes von 16,8 Millionen Lei (12,9 Prozent). An dritter Stelle steht OMV Petrom (SNP, 0,327 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit einem Umsatz von 14,8 Millionen Lei, also 11,4 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Marktkapitalisierung ging auf Wochensicht um 2,29 Prozent zurück, von umgerechnet 35,4 auf 34,6 Milliarden Euro. 42 Emittenten verzeichneten Kursverluste, zum Teil im zweistelligen Prozentbereich. Nebst der oben erwähnten Romgaz verloren auch der Lebensmittelerzeuger Boromir (SPCU, 0,31 Lei, ISIN ROSPCUACNOR2) und der Maschinenbauer Uztel (UZT, 1,45 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5) jeweils mehr als 14 Prozent auf Wochensicht. Minus 10 Prozent gab es noch für das Bauunternehmen Condmag (COMI, 0,018 Lei, ISIN ROCOMIACNOR3). Immerhin konnten 18 Emittenten punkten, allen voran das Pharmaunternehmen Farmaceutica Remedia (RMAH, 0,416 Lei, ISIN RORMAHACNOR2) mit einem Wochenplus von 10,7 Prozent. Nur noch Carbochim (CBC, 12 Lei, ISIN ROCBCHACNOR3) näherte sich dieser Performance mit einem Plus von 9,1 Prozent, die übrigen Aktien mit Kursgewinnen kamen nicht über ein Plus von 5 Prozent hinaus.

China steigt nicht bei Rompetrol-Muttergesellschaft ein

Der chinesische Konzern China Energy hat auf den Kauf von 51 Prozent an KMG International, dem Mutterkonzern von Rompetrol Rafinare (RRC, 0,049 Lei, ISIN ROPTRMACNOR5), verzichtet. Der vertragliche Termin für den Abschluss des Deals ist am 30. Juni abgelaufen, ohne dass die Parteien den Termin verlängert hätten. Dies teilte KMG als Aktionär des rumänischen börsennotierten Unternehmens mit. Die Aktie von Rompetrol schloss die Handelswoche mit einem Minus von 6,5 Prozent mit. Gut möglich, dass die Aktie auch weiterhin an Wert verliert, da die Nachricht vom Ausstieg der Chinesen aus dem Deal Ende der vergangenen Woche bekannt wurde.

Devisen

In der ersten Juliwoche machte der Euro eine Seitwärtsbewegung im Verhältnis zum Leu. Die Kursänderung betrug auf Wochensicht nur 0,01 Prozent. In der Woche zuvor hatte der US-Dollar ein ähnliches Verhalten zutage gebracht. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte gestern somit fast unverändert bei 4,6616 Lei, während der US-Dollar deutlich abgenommen hat. Dank eines Minus von 0,53 Prozent notierte die amerikanische Währung am gestrigen Montag wieder unter 4 Lei bei 3,9821 Lei.

 

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