Börse startet positiv in den März, Erdölaktien holen kräftig auf

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 07. März 2017

Der Handel an der Bukarester Börse verlangsamte sich in der letzten Februarwoche. Zwar stieg die Börse mit höheren Umsätzen in die Woche ein, doch flachte der Handel ab bis Donnerstag, als er wieder etwas Fahrt aufnahm. Insgesamt lag der Umsatz mit Aktien am Bukarester Wertpapiermarkt BVB um sieben Prozent unter dem der Vorwoche. Besonders taten sich die Bankaktien hervor, mit Papieren der Banca Transilvania (TLV, 2,755 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) wurden 49,3 Millionen Lei (10,9 Millionen Euro) und mit jenen der BRD (BRD, 11,54 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) 36 Millionen Lei oder 7,9 Millionen Euro umgesetzt. Der Gesamtumsatz lag bei 216,6 Millionen Lei (47,9 Millionen Euro), somit machte der Umsatz mit Bankaktien knapp 40 Prozent des Wochenumsatzes aus. Dabei war der hohe Umsatz nicht gleich eine Garantie für Kurszuwächse. Während BRD und die kleinere Banca Comercială Carpatica (BCC, 0,1075 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) Kursverluste hinnehmen mussten (BRD sogar um 3,7 Prozent), konnten sich TLV- und EBS-Papiere (EBS, 130,5 Lei, ISIN AT0000652011) Kurszuwächsen erfreuen: Für EBS-Aktien gab es ein Plus von 2,7 Prozent, für TLV-Aktien plus 1,7 Prozent.

Erdölaktien größte Gewinner der Woche

Die größten Gewinner der Woche waren ohnehin andere, darunter zwei Vertreter der Erdölindustrie. Der Betreiber der Ölspeicheranlagen im Schwarzmeerhafen Oil Terminal (OIL, 0,179 Lei, ISIN ROOILTACNOR9) etwa schaffte ein Kursplus von 18,5 Prozent. Der Mineralölhändler Petrolexportimport (PEI, 5,2 Lei, ISIN ROPEIMACNOR6) erfreut sich des zweithöchsten Wochenzuwachses von 14,3 Prozent. Doch auch hier gab die Branche kein einheitliches Bild ab. Das Schwergewicht Petrom (SNP, 0,299 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) etwa verlor auf Wochensicht 0,7 Prozent, der Raffineriebetreiber Rompetrol Rafinare (RRC, 0,052 Lei, ISIN ROPTRMACNOR5) sogar 3,7 Prozent. Das hatte zur Folge, dass der Energiewerte-Index BET-NG mit 0,13 Prozent auch den niedrigsten Kurszuwachs unter den Indizes schaffte. SNP-Aktien standen in der vergangenen Woche stark unter Druck, weil drei Investmentfonds (zwei davon unter Verwaltung desselben Fondsverwalters, der auch die Geschicke beim Fonds Proprietatea leitet) insgesamt 8,09 Millionen SNP-Aktien abgestoßen haben. Die beste Wochenperformance hatte der ROTX-Index, mit einem Plus von 1,07 Prozent. Das hatte der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechnete Index vor allem dem Plus von zwei Prozent für die Aktien der Ersten Group Bank (EBS) zu verdanken, sowie den guten Entwicklungen weiterer sieben Emittenten. Nur zwei in diesem Index gefassten Emittenten schlossen die vergangene Handelswoche mit Verlusten ab: die oben genannten BRD und Petrom.

FP auf Jahreshoch

Obwohl den 25 Emittenten, die Verluste einfuhren, 40 Emittenten mit Kursgewinnen gegenüberstanden, legte der Hauptindex BET auf Wochensicht nur 0,32 Prozent zu. Und auch dieser Zuwachs war vor allem der bereits erwähnten Banca Transilvania zu verdanken und dem Fonds Proprietatea (FP, 0,92 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), dessen Aktien auf Wochensicht 1,6 Prozent zulegten und am vergangenen Freitag ihr 52-Wochen-Hoch von 0,923 Lei erreichten. Die beiden Emittenten halten zusammen eine Gewichtung von 39,8 Prozent im BET-Index. Allerdings ist zu erwarten, dass die FP-Papiere in nächster Zukunft wieder leicht zurückfallen. Zum einen ist heute das Referenzdatum verstrichen, bis zu dem FP-Aktionäre sich für die Auszahlung der Dividende von 0,05 Lei je Aktie registrieren lassen mussten. Zum anderen liegt der Rückkaufpreis bei 0,91 Lei, so dass alles andere über diesen Preis vorerst keine Begründung hat. Höhere Aktienkurse würden die Dividendenrendite drücken und die aktuelle Aktienrückkauf-Aktion zunichtemachen.

Devisen

Der rumänische Leu startete schwach in den März. Konnte sich die Landeswährung am ersten Tag der vergangenen Woche gegen Euro und US-Dollar noch durchsetzen, verlor sie danach an Kraft. Die beiden Leitwährungen konnten an allen verbliebenen Handelstagen der Woche zulegen. Auf Wochensicht legte die europäische Einheitswährung 0,35 Prozent zu. Gestern kostete ein Euro 4,5328 Lei. Der US-Dollar konnte sogar die 4,3-Lei-Marke überschreiten und schloss die vergangene Handelswoche bei einem Stand von 4,3012 Lei – um 0,8 Prozent über dem Stand von vor einer Woche.

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