Börse weiter im Minus – Fonds Proprietatea gehört zu den Verlierern der Woche

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 18. März 2014

Die Bukarester Börse setzte den Abwärtstrend der vorvergangenen Woche fort. Nach dem Einbruch am vorvergangenen Montag hatte sich der Markt etwas erholt, nur um am letzten Handelstag erneut ins Minus zu drehen. Dieses Vorzeichen behielt der Markt dann auch in der zweiten vollen März-Woche. Allerdings gab es Schwankungen bei den einzelnen Indizes. Wie auch in der Woche zuvor startete der Markt geschlossen mit Verlusten. Versuche einzelner Indizes, diese wieder wettzumachen, scheiterten. So startete der Finanzwerte-Index BET-FI am Montag mit einem Minus von 0,98 Prozent, am Tag darauf gab es aber ein Plus von 0,33 Prozent. Auf Wochensicht jedoch verzeichnete der Index der SIF-Aktien und des Fonds Proprietatea (FP, 78,1 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) ein Minus von 4,27 Prozent. Auch das kleine Plus von 0,6 Prozent bei der Investmentgesellschaft SIF Oltenia (SIF5, 1,94 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) konnte da kaum noch etwas bewirken. Der BET-FI rutschte in der vergangenen Woche auch unter die 29.000-Punkte-Marke, nicht zuletzt wegen eines Wochenverlustes von 3,8 Prozent für die FP-Aktien.

Für den Fonds wird es eng. Die vielen Kursrückgänge rumänischer Aktien – FP ist an vielen börsennotierten Unternehmen beteiligt – und die erneute Insolvenz des größten Stromerzeugers Hidroelectrica haben zu einem Vermögensverlust von etwa 114 Millionen Euro geführt. Ende Februar zählten die Aktiva des Fonds 3,2 Milliarden Euro, um 1,96 Prozent unter dem Stand vom 31. Januar. Dass der Fonds im Februar einen Gewinn von 0,7 Millionen Euro verbuchen konnte (nach einem Verlust von 1,7 Millionen Euro im Januar), mochte die Anleger nicht beruhigen.
In einem (auch) wegen der Krise in der Ukraine von Unsicherheit gekennzeichneten Markt vermochte kaum ein Emittent zu überzeugen. Auch wenn der Energiewerte-Index BET-NG am vergangenen Donnerstag als einziger Index ein Comeback wagte, so zeigten alle Energie-Aktien (bis auf die spekulativen Aktien von Rompetrol Well Services) ins Minus. Vor allem die schwergewichtigen Aktien von OMV Petrom (SNP, 0,431 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9), Transelectrica (TEL, 15,35 Lei, ISIN ROTSELACNOR9), Transgaz (TGN, 189,3 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) und die neuen Blue Chips Romgaz (SNG, 32,41 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) und Nuclearelectrica (SNN, 8,75 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) zogen mit ihren Kursverlusten den Index nach unten. Am Ende der Handelswoche stand der BET-NG mit einem Verlust von 2,2 Prozent noch vergleichsweise gut da.

Zu den wenigen Gewinnern der Woche gehört das Hafenunternehmen Socep (SOCP, 0,1659 Lei, ISIN ROSOCPACNOR5). Es profitiert vom derzeitigen Trubel um den Transfer von Anteilen am Schwarzmeerhafen zur Stadtverwaltung. Socep ist das größte Güterumschlagsunternehmen im Hafen. Die Inhaber machen mächtig Druck gegen den Transfer der Anteile. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen leichten Umsatzrückgang von zwei Prozent auf knapp 60 Millionen Lei verzeichnet. Im letzten Quartal konnte das Ruder noch herumgerissen werden, Umsätze und Gewinn stiegen wieder.

Rasdaq

Die Woche startete schwach, aber am Dienstag vergangener Woche mischte ein öffentliches Übernahmeangebot den Markt auf. Der Schuherzeuger UCR SA (UCRI, 25 Lei, ISIN ROUCRIACNOR9) war Objekt des Angebots und sorgte für 1,35 Millionen Euro Umsatz. Dennoch war der Sekundärmarkt auch imstande, aus eigener Kraft Umsatz zu generieren. So geschehen an den letzten beiden Handelstagen der vergangenen Woche, als der reguläre Handel mit Aktien jeweils 0,25 Millionen Euro Umsatz generierte. Der Index konnte in der vergangenen Woche ebenfalls überzeugen. Er legte 1,17 Prozent zu – eine wahre Leistung für den Sekundärmarkt.

Devisen

Ukraine-Krise, Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung im Land, Vorwahlkampf – das alles setzte der rumänischen Währung zu in der vergangenen Woche. Der Leu musste im Verhältnis zu den beiden wichtigsten Devisen Euro und US-Dollar Verluste hinnehmen. Im Verhältnis zum Euro fiel der Leu wieder unter die 4,5-Lei-Marke. So kostete ein Euro am Montag mit 4,5097 Lei um 0,36 Prozent mehr als noch vor einer Woche. Der US-Dollar verzeichnete ein Plus von 0,34 Prozent. Hier lag der Zuwachs nicht ganz so hoch, der Leu schaffte es, sich unter der 3,25-Lei-Marke zu halten.

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