Börse weiter uneinheitlich, Mechel macht das Rennen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse /

Dienstag, 19. Februar 2013

Der Richtungsmangel war auch in der vergangenen Handelswoche das herausragende Merkmal des Aktienhandels an der rumänischen Börse. Dabei verhielt sich der Markt wie auch in der Woche zuvor, er selbst legte wenig zu. Der Hauptindex BET-C stieg um 0,8 Prozent auf 3058,32 Punkte. Dabei verlief der Kurs keineswegs geradlinig, er folgte einem Auf und Ab. Anders der Index für die Aktien mit der höchsten Liquidität BET. Dieser startete die Handelswoche bereits mit einem Minus und blieb diesem Trend treu. Nur am letzten Tag der vergangenen Handelswoche raffte er sich wieder etwas auf und konnte den Wochenverlust nur noch leicht auf minus 1,45 Prozent drücken.

Aktien und Indizes

Der BET-FI folgte dem Trend der Vorwoche und verbuchte noch einen Verlust, diesmal von 0,47 Prozent. Damit entfernte sich der Index weiter von der 27.000-Punkte-Marke. Die Verluste des Fonds Proprietatea (FP, 0,58 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) von 1,27 Prozent sowie die mancher SIF-Papiere (SIF4, 0,862 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6 mit einem Minus von 2 Prozent und SIF5, 1,474 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4 mit einem Rückgang von 1 Prozent) konnten von den Zuwächsen der übrigen BET-FI-Papiere nicht aufgewogen werden.

Der ROTX-Index war tiefrot gefärbt am Ende der vergangenen Woche. Der Index verlor auf Wochensicht 1,45 Prozent und fiel so erneut unter die 11.000-Punkte-Marke, die er in den vergangenen Wochen hatte verteidigen können. Alle ROTX-Aktien bis auf die des Pharmaherstellers Biofarm (BIO, 0,232 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) haben die Handelswoche mit Verlusten abgeschlossen. Am stärksten hat es das Erdölförder-Unternehmen Dafora (DAFR, 0,039 Lei, ISIN RODAFRACNOR5) getroffen. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, 2012 einen Verlust von 3,5 Millionen Euro gemacht zu haben – elfmal so viel wie im Vorjahr.

Auch der Energiewerte-Index BET-NG umfasst die DAFR-Aktie. Doch der Index glänzte in der vergangenen Woche – wie auch in der Woche zuvor – mit einem Plus von 3,66 Prozent. So schaffte es der BET-NG, die 700-Punkte-Grenze zu überschreiten. Dazu verhalfen vor allem die Aktien der von dem kasachischen Erdölkonzern KazMunaiGaz gehaltenen Raffinerie Rompetrol Petromidia (RRC, 0,0589 Lei, ISIN ROPTRMACNOR5). Sie legten noch mal 36 Prozent zu auf Wochensicht, nach einem Plus von knapp 22 Prozent in der Vorwoche. Medienberichten zufolge sollen 100 Millionen Euro in die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei der Raffinerie Petromidia (RRC) investiert werden. Die Nachricht beflügelte die Phantasie der Anleger.

Emittent der Woche

Für eine Überraschung sorgten die Aktien des vom russischen Stahlher steller gehaltenen Betriebs Mechel Târgovi{te (COS, 0,55 Lei, ISIN ROCOSUACNOR5). Sie legten 56 Prozent zu. Vermutlich half hier die Nachricht, dass der Betrieb keine Lohnnachzahlungen mehr schulde. Entsprechende Gerichtsurteile von 2009 seien ab Januar 2012 umgesetzt worden, so das Unternehmen. Das bannt die Gefahr einer Zwangsvollstreckung. Ansonsten stehen die Anlagen beim Metallverarbeiter weiterhin still, das Unternehmen hat seine etwa 2000 Mitarbeiter im Dezember 2012 in Zwangsurlaub geschickt.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt erlebte ein leichtes Comeback in der vergangenen Woche, zumindest was den Umsatz mit Aktien betrifft. Der stieg um 13 Prozent auf umgerechnet durchschnittlich 0,11 Millionen Euro. Allerdings ist der Umsatz nicht auf Sonderdeals zurückzuführen – nur einmal sorgte ein solcher Handel, bei dem die Konditionen vorher schon ausgehandelt wurden, für mehr Umsatz. Etwa 35 Prozent der Aktien des Betonherstellers Matcon Bistri]a (MAIT, 2,92 Lei, ISIN ROMAITACNOR6) wechselten am vergangenen Dienstag für einen Stückpreis von fast 60 Prozent unter dem Marktpreis den Besitzer.

Devisen

Im Gegensatz zur Vorwoche drehte die europäische Gemeinschaftswährung in der vergangenen Woche wieder leicht ins Minus. Der Euro verlor zum Leu 0,2 Prozent und wurde am vergangenen Montag für 4,3885 Lei gehandelt. Damit entfernte sich der Euro wieder von der psychologischen Grenze von 4,4 Lei. Der US-Dollar hingegen baute seine Stärke zum Leu weiter aus. Nach einem Plus von 2,3 Prozent in der Vorwoche gab es noch einmal 0,4 Prozent in der vergangenen Woche. Damit nahm der US-Dollar erneut die 3,3-Lei-Marke in Angriffe. Am vergangenen Montag kostete ein US-Dollar 3,2907 Lei.


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