Börse weiterhin freundlich nach Abschluss der Berichtssaison

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 03. März 2015

Der Februar endete für die Bukarester Wertpapierbörse in einer wenig verheißungsvollen Atmosphäre. Der Umsatz lag fast gleichauf mit dem der Vorwoche, bei umgerechnet 8,15 Millionen Euro pro Tag. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 180,9 Millionen Lei oder 40,7 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt. Der Handel flachte zum Ende der Handelswoche merklich ab. Lag der Umsatz in den ersten beiden Tagen noch im zweistelligen Euro-Millionenbereich, so fiel er bis zum Freitag um fast 40 Prozent. Auch die Marktkapitalisierung – der Gesamtwert aller gehandelten Aktien – ließ etwas nach. Sie fiel im Laufe der Woche um 1,5 Prozent, in Lei sogar um 1,8 Prozent. Das lässt auch nur eine Schlussfolgerung zu: der Markt hat einen Abwärtstrend eingeschlagen.

Die Indizes

Tatsächlich schlossen sämtliche Indizes der Hauptbörse in der vergangenen Woche im Minus. Allen voran der Gesamtindex BET, der die Woche mit einem Verlust von 2,2 Prozent abschloss. Damit ging fast der gesamte Gewinn der vorvergangenen zwei Wochen verloren. BET schloss bei einem Stand von 7145,43 Punkten, um 161 Punkte unter dem Stand der Vorwoche. Einen ähnlich hohen Wochenverlust wies der neue BETPlus-Index auf. Bei einem Minus von 23,47 Punkten stand dieser am vergangenen Freitag bei 1052,46 Zählern. Auch der Kursverlust des ROTX-Index lag über zwei Prozent (2,17 Prozent). Der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechnete Index verlor in der vergangenen Woche 302,05 Zähler und schloss bei 13.597,45 Punkten. Der Energiewerte-Index BET-NG verlor die Unterstützung bei 700 Punkten und schloss die Woche nach einem Verlust von 8,99 Punkten oder 1,27 Prozent bei 696,92 Zählern. Damit war BET-NG der einzige Index, der wieder unter seine psychologische Grenze rutschte. Der Finanzwerte-Index verlor am wenigsten in der vergangenen Woche. Er schloss die Handelswoche bei 31.080,79 Punkten und damit um 110,61 Punkte oder 0,35 Prozent hinter dem Vorfreitagswert.

Die Aktien

Gewinner der Woche war vor allem der Glashersteller Stirom (STIB, 5 Lei, ISIN ROSTIBACNOR1), der im Vorfeld der Wahl eines neuen Vorstandes in der vergangenen Woche 11,11 Prozent zulegte. Hohe Wochengewinne brachte auch der südafrikanische Investmentfonds New Europe Property Investments (NEP, 43,49 Lei, ISIN IM00B23XCH02) ein, dessen Aktien am Segment für ausländische Aktien gehandelt werden. Der Fonds will 48 Millionen Euro an Dividenden ausschütten, das beflügelt die Phantasie der Anleger. Die Papiere legten 8,7 Prozent zu.

Die höchsten Verluste fuhr der Kautschukverarbeiter Artego (ARTE, 8 Lei, ISIN ROARTEACNOR4) ein. Das Unternehmen konnte im vierten Quartal 2014 noch einmal aufholen und das Jahr mit Gewinn abschließen. Allerdings blieb das Ergebnis um 1,9 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die Aktien verloren 11,11 Prozent. Ein weiterer Verlustbringer war die Donauwerft Şantierul Naval Orşova (SNO, 2,78 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4). Da die Investmentgesellschaft SIF Oltenia (SIF5, 1,729 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) die Zukäufe von SNO-Aktien eingestellt hat, verloren diese ihren Reiz und an Kurs: minus 7,6 Prozent.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt erlebte eine unerwartet gute Handelswoche. Der durchschnittliche Tagesumsatz kletterte um 66 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, gestützt vor allem von einem sehr regen Mittwoch. Dabei wurden an nur einem Tag 0,24 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt, ein ungewöhnlich hoher Wert. Und dies alles nur im regulären Handel, vor allem aber mit Aktien des Kabelherstellers Romcab (MCAB, 5,1 Lei, ISIN ROMCABACNOR7). Allein dieser Emittent konnte 62 Prozent des Tagesumsatzes für sich beanspruchen. Der Hauptindex machte ebenfalls einen Sprung, von satten fünf Prozent. Damit schnellte der Rasdaq-C auf 1470,29 Punkte und konsolidierte somit seine Position jenseits der 1400-Punkte-Marke.

Devisen

Am Devisenmarkt herrschten gemischtere Gefühle als an den Aktienmärkten. Während die Hauptbörse im Abwärtstrend und der Sekundärmarkt im Aufwärtstrend waren, stand der Devisenmarkt unschlüssig da am Ende der Handelswoche. Der Euro verbilligte sich um 0,0117 Lei oder 0,27 Prozent gegenüber dem rumänischen Leu. So kostete ein Euro am Montag 4,4381 Lei. Der US-Dollar hingegen verteuerte sich erneut. Er legte gegenüber dem Leu 0,0272 Lei oder 0,69 Prozent zu und notierte am Montag bei 3,9515 Lei.

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