Börse weiterhin freundlich nach Abschluss der Berichtssaison

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 24. Februar 2015

Bukarests Börse nahm in der vergangenen Handelswoche etwas Fahrt auf. Der Umsatz kletterte auf einen Durchschnitt von umgerechnet 8,2 Millionen Euro, die Marktkapitalisierung stieg um 1,35 Prozent auf umgerechnet 31,2 Milliarden Euro. Die Indizes schlossen mit Wochengewinnen zwischen 0,39 Prozent (BET-FI) und 1,89 Prozent (ROTX), der Energiewerte-Index schaffte es, jenseits der 700-Punkte-Marke zu schließen. Manche Energie-Unternehmen überraschten mit besonders guten Ergebnissen, wie zum Beispiel Electrica (EL, 12,73 Lei, ISIN ROELECACNOR5). Das Unternehmen versechsfachte den Gewinn vom Vorjahr, die Aktie legte in der vergangenen Woche 3,9 Prozent zu. Insgesamt wiesen mehr Energie-Aktien Kursverluste aus, doch die Wochengewinner hatten recht hohe Kurssprünge, zwischen 1,4 Prozent (Transgaz) und 5,2 Prozent (Dafora). Die Berichtssaison mit den vorläufigen Zahlen für 2014 ist vorerst zu Ende. Von 75 Unternehmen, die ihre Ergebnisse gemeldet haben, machten 57 Gewinne. Besser als im Vorjahr schnitten nur 40 Unternehmen ab. Einen starken Dämpfer bereitete der Mineralölkonzern OMV Petrom (SNP, 0,3795 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9). 2013 machte das Unternehmen noch eine Milliarde Euro Gewinn, im vergangenen Jahr fiel der Gewinn auf 472 Millionen Euro, 56 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Absatz ging um 11 Prozent auf umgerechnet 4,8 Milliarden Euro zurück. Dennoch legten die Aktien in der vergangenen Woche 2,7 Prozent zu.

Die Entwicklung der SNP-Aktien beeinflusste auch die Entwicklung des Fonds Proprietatea (FP, 0,8915 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5). Die Aktien legten in der vergangenen Woche 2,12 Prozent zu. Die höchsten Wochengewinne verzeichneten der Kautschukverarbeiter Artego (ARTE, 9 Lei, ISIN ROARTEACNOR4), mit einem Plus von 12,35 Prozent, und der Maschinenhersteller Uztel (UZT, 3,39 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5), mit einem Kursgewinn von 6,46 Prozent. Anders entwickelte sich die Ergebnislage beim größten rumänischen Erdgasversorger, Romgaz (SNG, 33,91 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3). Der Konzern schrieb im vergangenen Jahr Geschichte, als der Gewinn auf 314 Millionen Euro gestiegen ist – um 44 Prozent über dem des Vorjahres. Der Umsatz hat im vergangenen Jahr 15 Prozent zugelegt zum Vorjahr, auf knapp eine Milliarde Euro. Dennoch verloren die Aktien des Konzerns auf Wochensicht 0,3 Prozent. Noch weniger erfolgreich waren, in der vergangenen Woche, die Aktien des Kunststoffverarbeiters Prodplast (PPL, 2 Lei, ISIN ROPRLAACNOR7). Sie verloren insgesamt 19,9 Prozent an Wert. Der Elektromotorenhersteller Electroaparataj (ELJ, 0,14 Lei, ISIN ROELJBACNOR6) büßte 12,5 Prozent ein.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq wies im Vergleich zur Vorwoche einen etwas regeren Handel aus. Das durchschnittliche Tagesumsatz lag bei umgerechnet 65.000 Euro, an einem Handelstag wurde sogar die 100.000-Euro-Marke überschritten. Zu den höheren Umsätzen hatte ein Sonderdeal mit Aktien der Molkerei Deltalact (DLCT, 0,1 Lei, ISIN RODLCTACNOR5) beigetragen. 24.558 Papiere mit einem Nennwert von 2,5 Lei wechselten für einen Stückpreis von einem Leu den Besitzer. Der Hauptindex Rasdaq-C machte in der vergangenen Woche eine scharfe V-Bewegung durch. Auf einen schwachen Wochenstart folgte ein Absturz um 0,9 Prozent, danach ging es für den Index stets bergauf. Am Ende notierte der Rasdaq-C nur knapp unter der 1400-Punkte-Marke bei 1399,27 Punkten und somit um 0,14 Prozent unter dem Vorfreitagswert.

Devisen

Für den rumänischen Leu ging es auf und ab in der vergangenen Woche. Allerdings konnten sich die beiden harten Devisen Euro und US-Dollar durchsetzen und legten erneut einiges an Wert zu. Der Euro kletterte um 0,009 Lei oder 0,2 Prozent gegenüber dem Wert vom rvergangenen Montag. Gestern kostete ein Euro 4,4498 Lei. Etwas deutlicher legte wieder die amerikanische Währung zu. Ein US-Dollar notierte amMontag bei 3,9243 Lei und somit um 0,03 Lei über dem Stand der Vorwoche. Der Wochengewinn lag somit bei 0,8 Prozent.

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