Bogdan Aurescu: Russische Gewaltandrohung gegen Dänemark „inakzeptabel“

NATO-Oberkommandant: Russland hat auch auf Rumänien großen Druck ausgeübt

Dienstag, 24. März 2015

Bukarest (ADZ/dpa) - Rumäniens Auswärtiges Amt hat das nukleare Säbelrasseln Russlands gegenüber Dänemark scharf kritisiert. Es sei „inakzeptabel, dass einem NATO-Mitgliedsstaat Gewalt angedroht wird“, erklärte Außenminister Bogdan Aurescu am Wochenende per Twitter.

Davor hatte der russische Botschafter in Kopenhagen, Michail Wanin, in einem Beitrag für die Zeitung „Jyllands-Posten“ gewarnt, dass dänische Marineschiffe ins Visier russischer Atomraketen geraten würden, sollte sich das Land dem NATO-Raketenschutzschild anschließen. Wanin zufolge würden außerdem „sämtliche Länder, die sich (...) am NATO- Raketenabwehrsystem beteiligen, Ziele russischer ballistischer“ bzw. atomwaffenfähiger Raketen werden.

Angesichts des hierzulande bis Jahresende fertigzustellenden terrestrischen US-Abwehrsystems, das Teil des NATO-Raketenschutzschildes wird, hob Außenminister Aurescu erneut hervor, dass dieses „rein defensiv, wie in der Charta der Vereinten Nationen definiert“ und in keiner Weise gegen Russland gerichtet ist. Auch Verteidigungsminister Mircea Duşa bekräftigte, dass das NATO-Programm ausschließlich zur Verteidigung gegen Raketenbedrohungen gedacht sei. In Brüssel verurteilte der NATO-Oberkommandant für Europa, US-Luftwaffengeneral Philip Breedlove, den „diplomatischen und politischen Druck“, den Russland auf alle Länder ausübe, die sich an den Verteidigungssystem beteiligen wollen – diesen Druck hätten vor Dänemark „auch Rumänien und Polen beträchtlich zu spüren bekommen“.

Das dänische Parlament hatte jüngst mit großer Mehrheit beschlossen, bis zu drei Fregatten mit modernster Radartechnik auszustatten, um feindliche Raketen zu identifizieren. Im Rahmen des NATO-Schutzschildes sollten die Fregatten voraussichtlich 2016 einsatzbereit sein.

Auch das Verteidigungsbündnis reagierte prompt: Derartige Äußerungen seien nicht vertrauensbildend und trügen nicht zu Frieden oder Stabilität bei, erklärte NATO-Sprecherin Oana Lungescu am Sonntag. Dänemark sei ein zuverlässiges Mitglied der Allianz, die NATO werde „alle Verbündeten gegen jegliche Bedrohungen verteidigen“.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 24.03 2015, 14:26
natürlich ist das System gegen Russland gerichtet, sonst würde es in der Türkei und Israel stehen, oder in Südkorea und Taiwan und nicht in Osteuropa. Im Übrigen ist dieses System ein Bruch des bilateralen Abrüstungsvertrages zwischen Russland und den USA. Wer so ein System besitzt, kann ohne große Konsequenzen zu befürchten einen nuklearen Erstschlag ausführen (würde es technisch 100%ig verlässlich funktionieren, was eine Illusion ist). Und natürlich werden die Standorte so eines Systems (Raketensilos, Radarleitsysteme, etc.) die allerersten Ziele im Fall eines Atomkrieges sein, das muss jedem Politiker klar sein, der so etwas auf dem Territorium seines Landes erlaubt. Ihr macht eure Länder zu nuklearen Angriffszielen der ersten Prioritätsstufe. Gott sei Dank steht die rum. Abschussanlage ganz im Süden an der Donau und nicht in Siebenbürgen.
Dirk, 24.03 2015, 10:52
Es wird Zeit, daß Putin an einem Herzinfarkt verstirbt!! es ist grässlich mit anzusehen, wie ein von Minderwertigkeitskomplexen geplagter Mensch es schafft seine Heimat und evtl. ganz Europa ins Verderben zu ziehen!! das führt sogar soweit, daß man mit Menschen inzwischen nicht mehr normal diskutieren kann, mit denen man das früher konnte, weil sie agressiv das Vorgehen von dem Verrückten verteidigen. Er gibt ihnen scheinbar einen stolz, den sie zu brauchen scheinen, weil sie oft auch kein Selbstbewusstsein besitzen! Das ganze erinnert mich stark an die Zeiten vor und während des Jugoslawien Kriegs! Wenn man es noch weitertreibt kann man sogar parallelen zu Hitler, Stalin und Napoleon erkennen.

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