Bosch-Sensoren aus Siebenbürgen

Deutscher Konzern weihte sein neues Werk in Blasendorf ein

Dienstag, 11. Juni 2013

Startschuss für die Sensorenproduktion in Blasendorf (v. l. Gehard Steiger, Dan Şova, Gheorghe Rotar, Ioan Dumitrel, Schoellhorn Michael) Foto: Sergiu Bacioiu

Hermannstadt - Das deutsche Unternehmen Bosch weitet seine Aktivitäten am Standort Blasendorf/Blaj deutlich aus. Am vergangenen Samstag eröffnete die Tochter des zur Bosch Group gehörenden Unternehmens ein Werk für die Produktion von Sensoren für die Automobilindustrie.

Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Unternehmensangaben bis zum Jahresende auf rund 50 Millionen Euro. Es entstehen 320 neue Arbeitsplätze.

Die Eröffnung des 21.000 Quadratmeter großen Werkes markiere einen wichtigen Punkt der Aktivitäten von Bosch in Rumänien, sagte Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Bosch verlagert laut Steiger erstmals einen Teil seiner Sensorenproduktion von Deutschland ins Ausland. Blasendorf habe sich bei einer europaweiten Standortsuche durchgesetzt. Der Schritt erhöht die Produktionskapazitäten für Sensoren. Gleichzeitig will das Unternehmen von den vergleichsweise niedrigen Lohnkosten profitieren und so die Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs langfristig stärken.

An der feierlichen Eröffnung nahmen neben Bosch-Bereichsvorstand Steiger und seinem Kollegen Michael Schöllhorn, Bereichsvorstand Produktion und Qualität, der deutsche Botschafter in Bukarest, Andreas von Mettenheim, der delegierte Minister für Infrastrukturprojekte und ausländische Investitionen, Dan Şova, der Vorsitzende des Kreisrates Alba, Ion Dumitrel, sowie der Bürgermeister von Blasendorf, Gheorghe Rotar, teil. 

Von Mettenheim würdigte die „professionelle und konstruktive Zusammenarbeit mit der rumänischen Regierung“ im Vorfeld der Investition. Das Engagement von Bosch zeuge von der Treue deutscher Unternehmen zum Standort Rumänien. Şova erinnerte an die 77 Millionen Euro schwere Investition von Bosch in Klausenburg/Cluj-Napoca, wo im vierten Quartal dieses Jahres die Eröffnung eines Werkes für Elektroniksysteme für die Automobilindustrie geplant ist. Er äußerte die Hoffnung, dass man neben deutschen Automobilzulieferern in Zukunft auch einen deutschen Automobilhersteller nach Rumänien locken könne.

Bosch Rexroth produziert seit 2007 Komponenten für lineare Bewegungstechnik in Blasendorf. Mit dem neuen Werk verfügt das Unternehmen am Standort über Nutzflächen von 40.000 Quadratmetern. Die derzeitige Mitarbeiterzahl soll von 570 auf etwa 900 zum Jahresende steigen. Bis 2020 rechnet Bosch mit weiteren 700 Arbeitsplätzen. In Rumänien beschäftigt Bosch derzeit rund 1400 Mitarbeiter bei Bosch Electrocasnice in Bukarest, dem Bosch Communication Center in Temeswar/Timişoara und Blasendorf. Mit dem neuen Werk in Klausenburg rechnet man bei Bosch für Ende 2013 mit rund 2000 Mitarbeitern.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*