Box-Olympiazentrum Reschitza

Ein weiteres gibt es in Brăila oder Ploieşti

Mittwoch, 21. August 2013

Reschitza - Die Anwesenheit von Leonard Doroftei, Ex-Weltmeister und Präsident des Rumänischen Boxerverbands, bei den Landesmeisterschaften, die unlängst in der Reschitzaer Mehrzweckhalle stattfanden, wurde von den Gastgebern gut genutzt. Sie konnten anschließend ankündigen, dass die Initiative des aus Reschitza stammenden ehemaligen Amateurboxweltmeisters Francisc Vastag, Vizepräsident des Rumänischen Boxerverbands und stellvertretender Generaldirektor des Sportclubs CSM Reschitza, gefruchtet hat: Ab dem 15. September eröffnet in Reschitza ein Olympiazentrum der Boxer neuerlich seine Tore.

Reschitza war jahrzehntelang olympisches Ausbildungszentrum der Boxamateure und hat seit den 1950er Jahren zahlreiche Landesmeister und Spitzensportler im Amateurbereich hervorgebracht. 2011 ist allerdings das Reschitzaer Olympiazentrum geschlossen worden, vor allem, weil der damals amtierende umstrittene Verbandspräsident das einfach so wollte. Die Entscheidung hat in Reschitza für viel Unzufriedenheit unter den Trainern und Sportlehrern gesorgt und auch die politischen und administrativen Entscheidungsträger von Stadt und Verwaltungskreis haben Unzufriedenheit gezeigt, ohne sich allerdings durchsetzen zu können.
Ab diesem Herbst werden zwölf Boxer – darunter drei aus Reschitza – unter der Anleitung mehrerer Trainer (unter ihnen die Reschitzaer Traian Giorgia, George Radu und Adrian Mărcuţ) ihre sportlichen Vorbereitungen im Rahmen des permanenten Trainingslagers starten, das auch den Schulbesuch bzw. Hochschulstudium einschließt.

„Für uns ist das ein regelrechter Neuanfang, nach der willkürlichen Schließung des Olympiazentrums 2011“, sagte Francisc Vastag. „Wir verfügen jetzt über allerbeste Voraussetzungen, indem uns nicht nur die Kreisdirektion für Jugend und Sport unterstützt, sondern auch das Schulinspektorat, das Rathaus und der Kommunalrat Reschitza und der Kreisrat Karasch-Severin. Unklar ist gegenwärtig noch, wer bis zum Jahresende die Ausgaben für sechs der Boxer des Olympiazentrums übernimmt, die bei der Planung des Haushalts für 2013 nicht in Betracht gezogen waren. Aber bis am 15. September finden wir bestimmt eine Lösung. Ich bin nicht für halbe Lösungen, sondern ich möchte, dass bei uns alles erstklassig läuft.“ Dieser Tage entscheidet der Boxerverband auch, wo das zweite Olympiazentrum eröffnet wird, in Brăila oder in Ploieşti, beides konsekrierte Box-Zentren Rumäniens. Vastag: „Die neue Leitung des Boxerverbands möchte unbedingt eine Revitalisierung des rumänischen Faustkampfwesens erzielen.“

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