Brexit-Referendum: Großbritannien sagt Goodbye

Staatschef: Wir bleiben ein Partner Großbritanniens

Samstag, 25. Juni 2016

Bukarest (ADZ) - Was lange unfassbar schien, ist seit Freitagmorgen ernüchternde Gewissheit: Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland tritt nach 43 Jahren Mitgliedschaft und als erstes Land überhaupt aus der Europäischen Union aus – 51,9 Prozent der britischen Wähler stimmten beim Referendum vom Vortag für den Brexit, nur 48,1 Prozent für den Verbleib ihres Landes in der EU. In Bukarest wie auch in den restlichen europäischen Hauptstädten jagte am Freitag ein Krisentreffen das andere: Staatschef Klaus Johannis berief Premier Dacian Cioloş, Notenbankchef Mugur Isărescu sowie die Chefs der Parlamentsparteien zu Beratungen über die Brexit-Folgen ein, im Anschluss trat die Regierung zu einer Krisensitzung zusammen.
In einer Ansprache bedauerte der Präsident den Brexit, doch respektiere man das Votum der Briten. Rumänien bleibe ein Partner Großbritanniens, halte indes an seinem eigenen Weg innerhalb der EU fest – dieser Entschluss habe sich klar aus den Gesprächen mit den Parteichefs ergeben. In puncto Auswirkungen des Brexit auf die heimische Wirtschaft und Währung sagte Johannis, dass sie laut Expertenschätzungen auf erstere eher gering und auf letztere „verwaltbar” ausfallen werden. Nun gelte vor allem, ruhig Blut zu bewahren und das europäische Projekt neu zu definieren, so Johannis.

Kommentare zu diesem Artikel

James, 28.06 2016, 16:45
" Mit England geht jemand der nie Mitgleid eines vereinten Europa sein wollte und sich immer nur dazu gezwungen sah, Mitglied zu sein." Und genau deswegen gehen wir jetzt, so what?!
Sraffa, 28.06 2016, 03:24
Cameron hat das ihm aufgezwungene Spiel verloren und die Zeitbombe für die Implosion von GB gelegt; Von was das arme England dann noch leben will wird Johnson seinen Fans erklären. Mit England geht jemand der nie Mitgleid eines vereinten Europa sein wollte und sich immer nur dazu gezwungen sah, Mitglied zu sein.
Manfred, 27.06 2016, 09:48
Was Cammeron da angerichtet hat,grenzt an Selbstzerstörung:jetzt ist jeder gegen jeden,Schottland,Nordirland und Gibraltar wollen in der EU bleiben,das geht nur durch Unabhängigkeitserklärungen;dazu schwelt der Generationskonflikt.Nachahmung sicher nicht empfohlen.Das die EU sich reformieren muß,sich auf Wesentliches beschränken muß,das ist ein anderes Thema.
Klaus der Hanseat, 26.06 2016, 16:02
dieses votum ist eigentlich ein signal an die übrigen staaten europas.-Nach dem motto "weiter so irgenwie geht es schon klar" und andere zahlen dürfte es wohl vorbei sein.Insbesondere die brüsseler "diktatoren" auch komision genannt sollten sich mal gedanken machen. Die Briten haben nicht umsonst diesen weg gewählt.Europa bedeutet nicht geschäfte ohne grenzen machen und die völker sind nur stimmvieh.Ich bin überzeugt wenn in anderen ländern die möglichkeit des referendum gegeben wäre würden noch mehr aus dem kerneuropa sich abmelden.-- Auch rumänen sollten sich gedanken machen wie es in diesem lande aussehen würde ohne die gelder der UE (deutschland, britannien, niederlande).-- Aber noch ist nicht sicher ob britannien wirklich gehen wird. Die UE wird aber nicht mehr das sein was es mal war, da bin ich sicher.

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