Brüssel besorgt wegen Senkung der Mehrwertsteuer

Freitag, 10. April 2015

Bukarest (ADZ) - Die Europäische Kommission ist wegen der von der Regierung geplanten Änderung der Steuergesetzgebung sowie der plötzlichen Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in Sorge – laut Brüsseler Schätzungen sei zu befürchten, dass insbesondere letztere eindeutig „negative fiskalische Auswirkungen“ haben werde, sagte der für den Euro zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Mittwoch anlässlich eines Besuchs in Bukarest. Er habe sowohl Premier Victor Ponta als auch das Parlament über die Besorgnis der EU-Kommission in Kenntnis gesetzt und darüber hinaus auch auf „gewisse makroökonomische Ungleichgewichte“ sowie auf die „völlig negative Investitionslage“ in Rumänien hingewiesen, so der Kommissionsvize.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 10.04 2015, 18:22
Konrad!Auch ich habe Freunde+Verwandschaft meiner Frau in RO...ich wäre glücklich,wenn deren Leben günstiger würde.Ich wäre aber auch glücklich,wenn flächendeckend die Bildung,Gesundheit,Soziales gefördert würde.Eine Kindergelterhöhung z. B. halte ich für sinnvoller als eine Steuersenkung...
Hanns, 10.04 2015, 17:38
@Konrad - ich wünsche Ihnen, dass Sie die Senkung der Mehrwertsteuer in Ihrer Geldbörse spüren. Nur mir fehlt der Glaube. Es wird so sein wie im Jahre 2007 beim EU-Beitritt Rumäniens wo auch der Wegfall der Zölle und zollähnlicher Abgaben (vor allem auf Lebensmittel) nicht an die Konsumenten weitergegen wurde. Der Markt funktioniert leider anders als sich die naiven Politiker dies vorstellen.
Konrad, 10.04 2015, 15:07
Wenn man in Bruessel sitzt und jeden Monat eine dicke 5-stellige Eurosumme einfaehrt, kann man natuerlich nicht verstehen, dass der normale rumaenische Konsument in Lei und Bani rechnet und fuer jede monitaere Entlastung der Haushaltskasse dankbar ist. Diese Superbuerokraten mit ihren Supergehaeltern wurden sich wahrscheinlich am naechsten starken Ast aufhaengen, wenn sie im Monat mit 380 Euro(rum.Durchschnittseinkommen lt. ADZ) ihre Familie unterhalten muessten.

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