Buchenlanddeutsche halten zusammen

Heimattage grenzüberschreitend in Suceava und Czernowitz begangen

Freitag, 06. September 2013

An dem Trachtenumzug vor dem Kulturhaus in Suceava haben auch Dr. Paul Jürgen Porr, Unterstaatssekretärin Christiane Cosmatu und Forumsgeschäftsführerin Anita Pavel teilgenommen.

Der stellvertretende Verbandsleiter Paul Piwtorak setzte das zahlreiche Publikum im Deutschen Haus über die Aktivitäten des Verbands der Österreichisch-Deutschen Kultur in Czernowitz in Kenntnis.

Antonia Maria Gheorghiu, Vorsitzende des Regionalforums Buchenland, hat die Heimattage der Buchenlanddeutschen organisiert.
Fotos: Aida Ivan

Die Buchenlanddeutschen diesseits und jenseits der rumänischen Grenze halten zusammen. Das zeigte sich heuer bei dem elften Treffen der Buchenlanddeutschen, das Ende August in Suceava und Czernowitz (Ukraine) veranstaltet wurde. Die Heimattage der Buchenlanddeutschen wurden mit einem Trachtenumzug in Suceava eröffnet und mit einer Vernissage im Czernowitzer Deutschen Haus abgeschlossen. Auch wenn das Wetter am Vormittag des vergangenen Freitags nicht besonders freundlich war, haben zahlreiche Tanzgruppen und Chöre, vorwiegend aus dem Buchenland, den Platz vor dem Kulturhaus am ersten Tag der Festlichkeiten in Suceava mit Leben erfüllt und die inzwischen vielen Schaulustigen in fröhliche Stimmung versetzt.  Für die musikalische Untermalung sorgte die Blaskapelle „Harmonie“ aus Bistritz.

Ein gemütliches Zusammensein konnten die Gäste nachher im Restaurant „Zamca“ genießen. Begrüßt wurden sie von Antonia Maria Gheorghiu, Vorsitzende des Regionalforums Buchenland, Dr. Paul-Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Christiane Cosmatu, Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen, und Anita Pavel, Geschäftsführerin des Landesforums. Vertreten war auch die Nordbukowina, die sich jenseits der rumänischen Grenze erstreckt. Alexander Schlamp, Leiter des Verbands der Österreichisch-Deutschen Kultur, aus dem Nordbuchenland mit Sitz in Czernowitz, hat zusammen mit dem Stellvertreter Paul Piwtorak über die Brückenfunktion des Verbands zwischen Süden und Norden berichtet, die gründlich wahrgenommen wurde. Sebastian Grömig, Vertreter der deutschen Botschaft in Bukarest, brachte seine Anerkennung für die verdienstvollen Aktivitäten des Buchenlandforums und für die „exemplarisch enge Zusammenarbeit des Regionalforums mit  der deutschen Botschaft und dem deutschen Innenministerium“ zum Ausdruck.

Ein sehr reiches Programm kultureller Angebote wurde abgewickelt: Abgesehen von den wohl bekannten Gruppen „Duo Zwei“ (Bacău), „Edelweiß“ (Piatra Neamţ), „Regenbogen“ oder der Blaskapelle „Harmonie“, die wie gewöhnlich viel Applaus ernteten, ist auch das Ensemble „Blühende Knospen“ aufgetreten. Es war eine Premiere, da die Tanzgruppe des Jugendforums Suceava erst zwei Wochen davor gegründet wurde. Ergänzt wurde das Programm mit den Darbietungen des Czernowitzer Chors „Wiedergeburt“ und zahlreicher anderer Tanzgruppen. Spät am Nachmittag wurden die Gäste eingeladen, die Wanderausstellung „Gruppenbilder –  Buchenlandgeschichten auf Zelluloid“ im Geschichtsmuseum Suceava zu besuchen. Die Wanderausstellung setzte sich mit dem Thema Identität der deutschen Gemeinschaft im Buchenland auseinander. Zusammengestellt wurde sie nach einer fotografischen Reise auf den Spuren der deutschen Minderheit in der Nord- und Südbukowina. Es geht dabei um 10 authentische Lebensgeschichten, die von jungen Menschen aus Rumänien, aus der Ukraine, Deutschland und Kanada erzählt und fotografiert wurden – eine grenz- und generationsüberschreitende Rundreise durch die Vergangenheit der Buchenlanddeutschen, deren Heimatregion sich in zwei Staatsgebieten befindet.

Der zweite Heimattag der Buchenlanddeutschen wurde in Czernowitz abgehalten. Im prächtigen Deutschen Haus auf der Herrengasse wurde das Publikum vom hiesigen Vertreter der deutschen Gemeinschaft, Paul Piwtorak, begrüßt und über die durchgeführten Aktivitäten informiert. Anschließend wurde eine zweite Wanderausstellung, „Kinder malen ihre Heimat“, präsentiert von Erwin Josef  Ţigla, Vorsitzender des Forums des Banater Berglands, eröffnet. Sie ist das Endprodukt eines Zeichenwettbewerbs mit vielen Teilnehmern und wurde in verschiedenen europäischen Ländern gezeigt: Slowenien, Serbien und Österreich. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als die in Rumänien lebende Buchenländerin Tatjana Buga Vlad eines ihrer Gedichte über ihre Heimatstadt Czernowitz vorgelesen hat.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*