Buchpräsentation Ioan Holender

Die Memoiren des wohl bekanntesten Temeswarers

Dienstag, 17. Januar 2012

Eine Lanze für die Begastadt: Der gebürtige Temeswarer Ioan Holender Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - „Gesagtes, Erlebtes, Gewünschtes, Erinnerungen“ nennt sich der Memoiren- Band des ehemaligen Wiener Operndirektors Ioan Holender, den dieser heute wohl bekannteste Temeswarer unserer Zeit am Mittwoch, dem 25. Januar, um 18 Uhr in der Temeswarer Humanitas-Buchhandlung „Joc Secund“, Lucian-Blaga-Straße Nr. 2, vorstellen wird. Das Buch ist kürzlich im Verlag der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ aus Jassy/Iaşi erschienen.

Die Moderation des Events, zu dem auch eine Diskussion mit dem Leserpublikum und eine Autogrammstunde zählen, hat Prof. Dr. Cornel Ungureanu, Literaturkritiker und Vorsitzender der Temeswarer Filiale des Rumänischen Schriftstellerverbends, übernommen.

Ioan Holender wurde am 18. Juli 1935 in der Begastadt als Sohn eines Unternehmers geboren, dessen Marmeladen- und Essigfabrik 1948 enteignet wurde. 1956 wurde der Student der Maschinenbaufakultät als Teilnehmer am Studentenaufstand in Temeswar von der Hochschule ausgeschlossen und hatte keinen Zugang mehr zum Hochschulstudium im Lande. 1959 konnte er nach Österreich aussiedeln.

Nach einem Gesangsstudium war er als Opernbariton, Konzertsänger und als Theateragent tätig.1992 wurde er zum Direktor der Wiener Staatsoper bestellt. Viele Jahre leitete er auch die Volksoper Wien. Wegen seiner hervorragenden Tätigkeit wurde sein Vertrag bis zum 30.August 2010 dreimal verlängert. Somit wurde Holender zum Direktor mit der längsten Amtszeit seit 1869, dem Gründungsjahr der Wiener Staatsoper.

Ioan Holender war dreimal, 2007, 2009 und 2011, Vorsitzender und künstlerischer Direktor des Internationalen Festivals „George Enescu“. Auch derzeit fungiert er als Berater der Metropolitan Opera New York, der Oper aus Tokyo und Budapest und ist Vorstandsmitglied der Europäischen Musiktheater-Akademie.


Auch im Temeswarer Kultur- und Musikleben spielt Ioan Holender seit Jahren eine wichtige Rolle als Ehrenvorsitzender des Vereins Pro Opera und der Stiftung Pro Philharmonia. Im November 2011 wurde er auch zum Vorsitzenden des Vereins Temeswar Kulturhauptstadt Europas gewählt. Unter vielen Ehrungen und Auszeichnungen, u.a. das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, möchten wir die Ehrendoktorwürde der West-Universität Temeswar sowie den Titel eines Ehrenbürgers seiner Heimatstadt erwähnen.

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