Buchvorstellung im Erasmus-Café

Samstag, 06. Juni 2015

vp. Hermannstadt - Die deutsche Fassung ihres Buches „Zum Blättern. Märchen und Erzählungen für Kinder“, das in der Reihe Gavroche (Kinder- und Jugendliteratur) im Klausenburger Limes-Verlag erschienen ist, stellt die in Brăila/Rumänien geborene und heute in Lissabon lebende Opernsängerin Elena Dumitrescu-Nentwig am Montag, dem 8. Juni, um 18 Uhr, im Erasmus-Büchercafé in der Fleischergasse/Mitropoliei 30 vor.

Nach ihrem Studium am Bukarester Konservatorium bei Valentin Teodorian und Hero Lupescu war die Autorin zunächst als Solistin an der Jassyer Oper tätig. Nach sechs Jahren in Jassy debütierte sie 1971 in Deutschland, in der Rolle der Nachtigall in der Oper „Die Vögel“ von Braunfels am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Von 1972 bis 1986 war sie als Solistin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover tätig, tritt aber auch in München, Hamburg und Salzburg regelmäßig auf. 1976 wurde sie von den rumänischen Behörden ins Land eingeladen, angeblich zu einem Konzert.

Gleich bei der Ankunft nahm man ihr den Pass ab, sie wurde unter Securitate-Aufsicht gestellt und erhielt ein Auftrittsverbot. Nach Intervention des Auswärtigen Amtes und des Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher durfte sie zurück nach Deutschland. Hier heiratete sie den deutschen Bariton Franz Ferdinand Nentwig. Gemeinsam zogen sie 1991 nach Brüssel, wo Nentwig beim Königlichen Theater de la Monnaie unter Vertrag genommen wurde.

In Brüssel gründete Elena Dumitrescu-Nentwig eine private Gesangsschule für junge begabte Opern- und Liedsänger, gab auch Meisterklassen für etablierte Sänger. Seit bald zehn Jahren leben die Nentwigs in Lissabon und Hannover, wo die frühere Opernsängerin weiterhin Gesangsunterricht gibt und inzwischen auch schreibt. Sie meint, das Schreiben sei für sie „wie eine Droge“. Dadurch habe sie das Geld für einen Psychiater gespart. Ihr Debüt feierte Elena Dumitrescu-Nentwig mit dem Roman „Naufragiaţii din Brăila“ (Die Schiffsbrüchigen aus Brăila) 2014, der ebenfalls im Klausenburger Limes-Verlag erschienen ist.

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