Bürgermeister Robu über künftige Investitionen

Was muss in der Stadt an der Bega bis 2021 gemacht werden?

Samstag, 24. September 2016

Temeswar – Über die Investitionen, die im Hinblick auf das Jahr 2021 gemacht werden sollen, wenn Temeswar den Titel einer Kulturhauptstadt Europas tragen wird, hat Bürgermeister Nicolae Robu in der ersten Pressekonferenz nach der Erteilung des Titels gesprochen. „Der Haushalt, der in der Dokumentation angegeben wurde, beträgt 48,5 Millionen Euro. Davon kommen 20 Millionen vom Stadthaushalt, 5 Millionen vom Kreisrat Temesch, weitere 1,5 Millionen von der EU, aber dafür müssen auch Projekte geschrieben werden. Für die restlichen 22 Millionen zählen wir auf die Hilfe seitens der rumänischen Regierung und wir versuchen auch die Unternehmer heranzuziehen. Eigentlich werden viel größere Summen im Laufe der fünf Jahre investiert, aber für die 48,5 Millionen Euro haben wir uns verpflichtet, diese Summe muss ausgegeben und belegt werden“.

Freitagabend nach der Ernennung der Stadt hatte Simona Neumann, die Geschäftsführerin des Vereins „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“ der Presse erklärt, dass es ungewöhnlich ist, dass die Regierung nicht bereits vor der Ernennung die Summe genannt hatte, das sei in 31 Jahren die Praxis gewesen, seitdem es den Wettbewerb gibt.

Premierminister Dacian Cioloş hatte darauf Temeswar „jede Unterstützung, auch finanzieller Art“ zugesichert.
Wie Dan Diaconu, der Vizebürgermeister, der Presse gegenüber erklärte, sollte das Kulturministerium 12 Millionen Euro für die Vorbereitung der kulturellen Events zugestanden haben, „aber weitere Gelder sollten in die Infrastruktur fließen“.

Was soll konkret bis ins Jahr 2021 gemacht werden: „Alles, was im Projekt, in der Dokumentation steht, muss durchgeführt werden. Die Dokumentation hat jetzt den Wert eines Vertrags“, so Bürgermeister Nicolae Robu. Dabei geht es, so Nicolae Robu, um die Restaurierung einiger Gebäude, um den Bau eines modernen Kulturzentrums in Temeswar, das in Zukunft der Sitz des Nationaltheaters wird und auch für andere Kulturevents offen steht. Temeswar muss über seine bisherigen Dimensionen hinauswachsen, wir dürfen nicht nur auf unserem Erbe sitzen bleiben“.

Es gibt allerdings Projekte, die bis zum Jahr 2021 durchgeführt werden müssen und die nicht in der Dokumentation erfasst wurden, denn man musste sich „realistische Ziele setzen und glaubwürdig“ sein. So stellt in den Augen des Bürgermeisters die Errichtung der südlichen Strecke der Umgehungsstraße eine Priorität dar, für die dann allerdings 120 Millionen Euro ausgegeben werden sollen. „Überhaupt soll der Rhythmus der Arbeiten erhöht werden, zum Beispiel werden wir jetzt auch mehr Brücken über die Bega brauchen“.

Ebenfalls für die Renovierung der Fassaden der Gebäude im Zentrum will sich die Stadt einsetzen, allerdings nur auf dem Victoriei-Platz und punktuell dann auch für Gebäude in anderen Vierteln, die nicht nur architektonischen, sondern auch historischen Wert haben: „Wir können mit 50 Prozent der Summen einspringen. Wir können uns nicht mehr als zehn Gebäude pro Jahr vornehmen“. Prinzipiell aber gilt, wie das Nicolae Robu unterstrich, dass die Eigentümer und die Vereine der Eigentümer sich um die Renovierungen kümmern müssen. Wer sich nicht darum bemüht, kann ab 2017 höher besteuert werden.

Der Bürgermeister hat auch seine Hoffnung ausgesprochen, dass die großen Hotelketten Interesse an Temeswar finden werden: „Die Stadt braucht mehr Unterkünfte, um die steigende Anzahl der Touristen aufzunehmen“.

Bürgermeister Nicolae Robu hat seine Hoffnung ausgesprochen, dass ein mehrjähriges Budget auf den Weg gebracht wird, „ein Regierungsbeschluss oder ein spezielles Gesetz für die Durchführung des Kulturhauptstadt-Projektes wäre nach seiner Ansicht „ein Muss, um die Bürokratie zu vereinfachen“.

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