Bürgermeister vor Gericht

Es geht um unrechtmäßig angeeignete EU-Gelder

Samstag, 15. Juni 2013

Temeswar -  Vor Gericht gestellt haben die Temeswarer Staatsanwälte der Antikorruptionsbehörde DNA kürzlich mehrere Personen aus dem Kreis Temesch, darunter auch Zoltán Csaba Szabo, den amtierenden Bürgermeister der Temescher Gemeinde Otelek. Die Anklage lautet auf Urkundenfälschung zwecks unrechtmäßigem Erhalt von EU-Geldern. Alles dreht sich in der Anklageschrift um die Machenschaften der Temescher Firma Imp Cons SRL, mit dem Sitz in Sackelhausen und einem Arbeitspunkt in Otelek.

Die Firma – der derzeitige Bürgermeister von Otelek war damals als Projektleiter dieses Unternehmens in Otelek tätig – hatte im Oktober 2008 bei der Temescher Agentur für Finanzierungen der dörflichen Entwicklung APDRP EU-Mittel für die Finanzierung einer Getreidefarm beantragt. APDRP wies den ersten Antrag ab, bewilligte aber dann doch den vom Antragsteller eingelegten Widerspruch bzw. die verlangte Finanzierung für den Ankauf von landwirtschaftlichen Ausrüstungen im Gesamtwert von über vier Millionen Lei.

Laut DNA hätten der Gesellschafter Iosif Ingrisch und sein Projektleiter Zoltán Csaba Szabo dabei mehrere Urkunden gefälscht, die dann auch noch von zwei weiteren Angeklagten, den Zeugen Mihai Moşteanu und Ioan Goldiş, unterzeichnet worden wären. ADPR überwies letztlich als Voranzahlung für die Finanzierung dieses Projekts zirka 242.000 Euro in das Konto der vorgenannten Firma.

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