Bukarest: Boulevard wegen U-Bahnbauarbeiten abgesackt

Eroilor-Gegend für Verkehr weitgehend gesperrt

Dienstag, 15. Dezember 2015

Bukarest (ADZ) – Die Bauarbeiten an der geplanten U-Bahn-Strecke Drumul Taberei - Universitätsplatz bescheren den Bukarestern neben verkehrsbedingtem Stress nun auch Angst um ihre persönliche Sicherheit: Am Wochenende sackte nämlich ein Teil des zentralen Eroilor-Boulevards wegen der unter ihm verlaufenden U-Bahn-Arbeiten erheblich ab.

Laut zuständigem Baukonsortium Astaldi - FCC Construccion - Delta ACM - AC Construct ist, ersten Erkenntnissen zufolge, eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern betroffen. Rathaus, Präfektur, Verkehrspolizei und Katastrophenschutz beschlossen am Sonntag nach einem Dringlichkeitstreffen, den Verkehr in der Eroilor-Gegend weitgehend zu sperren und zudem die Einwohner zweier anrainender Wohnblocks vorsichtshalber zu evakuieren.

Die beiden dichtbesiedelten Hauptstadt-Viertel Drumul Taberei und Militari werden entsprechend vom Stadtzentrum aus vorerst nur noch über Umwege erreichbar sein, da Teile der Boulevards Eroilor, Eroii Sanitari, Splaiul Independenţei sowie der Carol-Davila-Straße für mindestens einen Monat gesperrt bleiben. Nach Angaben von Rathaus-Sprecher Alexandru Ichim hat das Baukonsortium für sämtliche anfallenden Konsolidierungsarbeiten aufzukommen, letzteres wolle binnen 24 Stunden mit einem Maßnahmenplan aufwarten. Die Lage vor Ort werde von Experten „aufmerksamst gemonitort“, mit weiteren Vorfällen dieser Art sei nicht zu rechnen, sagte Ichim.

Kommentare zu diesem Artikel

Rolf Joachim, 15.12 2015, 18:03
Immer auf die armen Rumänen....
In Köln war es genau so.
Da wurde an den Bewährungen gespart, um Kosten zu senken und den Gewinn zu steigern.
Mit katastrophalen Folgen,
Sraffa, 15.12 2015, 04:07
Der neue Verkehrsminister hat die Angelegenheit schon voreilig als "Unfall" abgewiegelt, anstatt detaiilierte Untersuchungen der Ursachen anzufordern. Das ist kein guter Einstand für die Neue Regierung !!!
Meines Erachtens nach war bei der Verursachung der Zerstörung zumindest großer Dilletantismus im Spiel. Eigentlich sollte DNA die Angelegenheit untersuchen.
Sraffa, 15.12 2015, 03:51
Warum berichtet diese Zeitung nicht über die Ursache : Um eine Baumaschine unter Tage zu verbringen entschied man sich dazu, tragende horizontale Betonträger der bestehenden UBahn aus der Ceaucescu- Zeit anzubohren und teilweise zu entfernen. Als Resultat brachen die Wände seitlich ein. Mit Glück konnten bisher noch größere Schäden verhindert werden. Fazit : Seit 89 ist man zwar nicht mehr in der Lage das anzustreichen was bis dahin erschaffen wurde aber man kann es mittlerweile weiter zerstören . Im Konsortium befindet sich eine "Italienische Baufirma", die noch nicht insolvent ist ?!

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