Bukarester Aktienbörse steigt auf 6-Monats-Hoch, FP-Aktien im Aufwind

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 07. Februar 2012

Bild: sxc.hu

Die Bukarester Wertpapierbörse BVB setzte den Aufwärtstrend der Vorwochen auch in der vergangenen Handelswoche fort. Der rege Handel widerspiegelte sich in dem um 14 Prozent gestiegenen durchschnittlichen Tagesumsatz. Dafür sollen vor allem die ausländischen Anleger verantwortlich gewesen sein – so die Makler. Die Marktkapitalisierung stieg weiterhin, bis auf umgerechnet 19,9 Milliarden Euro. In der vergangenen Woche wurden auch wieder vermehrt Anleihen gehandelt, für insgesamt knapp 70.000 Euro.

Indizes und Aktien

Zwei der Hauptindizes der Börse konnten sich in der vergangenen Woche besonders stark behaupten, es waren dies der BET – der Index für die Aktien mit der höchsten Liquidität – und der BET-FI – der Index für die Finanzwerte. Der Hauptindex BET-C legte auf Wochensicht 4 Prozent zu und kletterte somit auf den Höchststand der vergangenen sechs Monate. Der Index schloss die Woche nur knapp unterhalb der 3000-Punkte-Grenze. BET und BET-FI hingegen fanden Unterstützung jenseits der neuen psychologischen Grenzen von 5000 beziehungsweise 23.000 Punkten. Und Makler sehen kein Ende der optimistischen Phase an der Börse, sollten keine fundamentalen negativen Nachrichten die europäische Börsenwelt erschüttern.

Ganze elf Emittenten legten ein zweistelliges Kurswachstum hin, allen voran der Lebensmittelhersteller Boromir Prod SA Buzau (SPCU, 0,22 Lei) mit einem Plus auf Wochensicht von 28,6 Prozent. Diese Entwicklung hatte allerdings einen spekulativen Hintergrund: Der estnische Investmentfonds Limestone New Europe Socially Responsible kaufte in der vergangenen und vorvergangenen Woche insgesamt 5,05 Prozent an der Bäckerei. Der Einstieg eines ausländischen Investors heizte die Fantasie der Anleger an. Den zweithöchsten Wochengewinn wiesen die Aktien des Börsenbetreiber BVB aus (BVB, 34,5 Lei). Sie legten 14,9 Prozent zu. Analysten sehen darin ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Anleger die Berichtssaison Der Börsenbetreiber BVB gehört zu den Gewinnern, er kassierte bei jeder noch so kleinen Transaktion mit.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq erlebte eine beträchtliche Umsatzsteigerung in der vergangenen Woche. Vor allem am vergangenen Mittwoch schnellte der Umsatz im Vergleich zum Vortag um 225 Prozent in die Höhe. Dafür war allerdings die Ausübung eines Vorzugsrechts über die Aktien des Infrastrukturbauunternehmens SCT SA Bucuresti (SCTBR01) verantwortlich. Der Umsatz mit diesen Papieren betrug 3,3 Millionen Lei, knapp 74 Prozent des Tagesumsatzes. Auf Wochensicht steig der Umsatz somit auf durchschnittlich umgerechnet 0,35 Millionen Euro. In der Woche zuvor lag er noch bei 90.000 Euro. Der Hauptindex fiel jedoch wieder unter 1600 Punkte und verlor auf Wochensicht 0,57 Prozent.

Devisen

Die wiederkehrenden Sorgen um Griechenland dürften den Druck auf die Währungen in der Region in der vergangenen Woche erneut erhöht haben. So stieg der Euro am vergangenen Mittwoch wieder über die 4,34-Lei-Marke und hielt sich dort bis gestern. Am vergangenen Montag kostete ein Euro 4,3467 Lei, um 0,16 Prozent mehr als am vorvergangenen Montag. Gegen den US-Dollar konnte sich der Leu jedoch noch etwas behaupten. Er legte auf Wochensicht 0,1 Prozent, so dass ein Greenback am vergangenen Montag noch unter der 3,3-Lei-Marke notierte.

Aktie der Woche

Die Aktien des Ausgleichsfonds Proprietatea (FP, 0,521 Lei) erzielten auch am vergangenen Freitag ein Kursplus – und das zum 16. Mal in Folge. Der Aktienstückpreis von 0,5345 Lei, der im Laufe des letzten Handelstages der vergangenen Woche gezahlt wurde, bevor der Tagespreis festgelegt wurde, war der höchste seit Juli vergangenen Jahres. Allein am Freitag wurden FP-Aktien im Wert von 26,4 Millionen Lei gehandelt, das allein machte 42 Prozent des Tagesumsatzes aus. Auf Wochensicht wechselten insgesamt knapp 217 Millionen FP-Aktien die Besitzer und generierten so einen Umsatz in Höhe von knapp 111 Millionen Lei. Das entspricht 40 Prozent des Gesamtumsatzes der vergangenen Woche. Makler setzen das gestiegene Interesse für die Fondsanteile auf die Tatsache, dass der Staat keine FP-Aktien mehr hält und dass diese folglich nur noch am Markt erhältlich sind. Das beeinflusst natürlich die Preisentwicklung dementsprechend. FP-Aktien legten auf Wochensicht 5,4 Prozent zu.

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