Bukarester Börse erlebt Korrektur während weitere Emittenten Dividendenpläne aufdecken

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 27. März 2018

Die Stimmung an der Bukarester Börse schwenkte in der vergangenen Handelswoche um. Bereits zu Beginn der Woche startete der Handel mit einem Minus, der Trend hielt sich in der ersten Wochenhälfte. Das leichte Comeback am Mittwoch konnte die Verluste der Vortage nicht wettmachen. Am Donnerstag kam dann der Knick in der Entwicklung der Indizes, wahrscheinlich auch aufgrund der erhöhten Nervosität an den internationalen Märkten wegen der drohenden US-Strafzölle. Die rumänischen Indizes brachen im Durchschnitt um 1,57 Prozent ein. Der durchschnittliche Wochenverlust lag bei 1,51 Prozent. Den höchsten Verlust musste der Hauptindex BET verkraften, mit einem Minus von 1,77 Prozent. Am besten Schnitt der Energiewerte-Index BET-NG ab, der nur 1,11 Prozent verlor. Nur der ROTX-Index fiel unter seine derzeitige Grenzmarke von 18.000 Punkten, wegen eines Wochenverlustes von 314 Punkten.

Umsätze an der Börse

Der Umsatz sackte im Vergleich zur Vorwoche um fast 9,5 Prozent auf insgesamt 245,13 Millionen Lei oder 52,54 Millionen Euro ein. Dies ergibt einen Tagesdurchschnitt von umgerechnet 10,5 Millionen Euro. Die höchsten Umsätze wurden mit den Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,595 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) erzielt: 58,55 Millionen Lei. TLV-Aktien verloren in der vergangenen Woche 3,9 Prozent an Wert. 37,5 Millionen Lei werden mit Aktien der BRD (BRD, 15 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) umgesetzt. Sie verloren auf Wochensicht 3,6 Prozent.

Gewinner und Verlierer

Von den in der vergangenen Woche gehandelten Aktien verloren 51 Emittenten an Wert, nur 18 Emittenten schlossen die Woche mit Kursgewinnen. Den höchsten Verlust muss das Chemiewerk Carbochim (CBC, 8,3 Lei, ISIN ROALROACNOR0) hinnehmen, minus 23,15 Prozent. Den höchsten Gewinn – 25,2 Prozent – erzielte der Aluminiumerzeuger Alumil (ALU, 1,79 Lei, ISIN ROALUMACNOR8). Den Kurssprung verdankt die Aktie dem Entschluss der Unternehmensführung, 13 von den 13,4 Millionen Lei Gewinn von 2017 als Dividenden auszahlen zu wollen – die derzeit höchste Rendite an der Bukarester Börse.

Kurzer Überblick über Dividenden

Womit wir wieder bei den Dividenden wären. Weitere Emittenten haben ihre Dividendenpläne bekanntgegeben, sodass Anleger sich nun einen guten Überblick über die zu erwartenden Gewinnbeteiligungen machen können. So bietet – der vorhin erwähnte Emittent Alumil ausgenommen – der Erzeuger von Pipelines Conpet (COTE, 112 Lei, ISIN ROCOTEACNOR7) mit einer Bruttodividende in Höhe von 8,04 Lei die bislang höchste nominelle Dividende. Die somit erzielte Rendite liegt bei 6,9 Prozent (zum Aktienpreis vom 20. März). Die höchste Rendite bietet derzeit die SocGen-Tochter BRD: 10,8 Prozent. Der Fonds Proprietatea bietet eine Rendite von 7,2 Prozent, eine Bruttodividende in Höhe von 0,0678 Lei je Aktie. Die bislang niedrigste Rendite erzielen die Aktionäre von THR Marea Neagra (EFO, 0,0914 Lei, ISIN ROEFRIACNOR6). Der Hotelbetreiber bietet 0,001 Leu je Aktie, was beim Preis vom 20. März einer Rendite von einem Prozent entspricht.

Interessant klingt das Angebot der Investmentgesellschaft SIF Banat-Crisana (SIF1, 2,81 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2): Die Aktionäre sollen entscheiden, ob sie lieber eine Dividende in Höhe von 0,1 Lei je Aktie haben wollen, oder ob der gesamte Vorjahresgewinn in Höhe von 69,5 Millionen Lei zum Rückkauf eigener Aktien aufgewendet werden soll. Sollten sie sich für die Dividende entscheiden, würde diese Entscheidung einer Rendite von 3,75 Prozent entsprechen. Vom Vorjahresgewinn würden dabei auch nur 74,4 Prozent als Dividende ausbezahlt werden.

Devisen

Mit Wochenvariationen von 0,01 beziehungsweise 0,02 Prozent machte der rumänische Leu in der vergangenen Handelswoche im Verhältnis zu den beiden Leitwährungen Euro und US-Dollar Seitwärtsbewegungen durch. Dennoch muss unterstrichen werden, dass die rumänische Währung weiter unter Druck stand. Im Vergleich zur Vorwoche übten diesmal beide ausländische Währungen den Druck auf den Leu aus. So blieb der Leu gegenüber dem Euro weiter auf Tiefststand, nachdem er am vergangenen Donnerstag erneut einen Tiefpunkt bei 4,6659 Lei erreicht hatte. Der US-Dollar war im Laufe der vergangenen Woche etwas volatiler im Verhältnis zum Leu. Gestern kostete ein Euro 4,6651 Lei. Der US-Dollar wurde bei 3,7841 Lei bewertet.

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