Bukarester Börse im Aufwind vor dem Bankenstresstest

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 28. Oktober 2014

Die Bukarester Börse scheint in der vergangenen Woche eine Auszeit von den Rückschlägen der Vorwochen genommen zu haben. Der Start in die neue Woche verlief zwar wenig versprechend, die Indizes legten am ersten Handelstag zwischen 0,01 und 1,1 Prozent zu. Auf Wochensicht sollte sich der Trend bestätigen: Der Hauptindex BET legte 234,42 Punkte auf 7044,76 Punkte zu (oder 3,44 Prozent) und beendete die Handelswoche somit jenseits der 7000-Punkte-Marke. Auch die Marktkapitalisierung legte merklich zu von umgerechnet 28,18 Milliarden Euro am ersten Handelstag auf 29,11 Milliarden Euro am letzten Tag der Handelswoche. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag allerdings hinter dem der vergangenen Woche zurück. In der dritten Oktoberwoche wurden im Durchschnitt täglich nur noch umgerechnet 5,7 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt. Spitzenreiter waren weiterhin die Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,9375 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) an unterschiedlichen Tagen. Die Fonds-Aktien bewegen sich wieder auf ihr Allzeithoch von 0,96 Lei je Aktie, in der vergangenen Woche gab es ein Plus von 4,7 Prozent. Wenig Bewegung gab es am Anleihenmarkt.

Der Finanzwerte-Index BET-FI hielt es mit den allgemeinen Indizes BET und BETPlus: Er legte ebenfalls mehr als drei Prozent zu und schloss die Woche jenseits der 31.000-Punkte-Marke bei 31.129,12 Punkten. Der ROTX-Index konnte trotz höchstem Wochenzuwachs unter den Indizes (plus 4,13 Prozent) die 13.000-Punkte-Marke doch nicht knacken. Der Endstand der vergangenen Handelswoche lag bei 12.918,8 Punkten. Der Energiewerte-Index BET-NG profitierte vor allem von einem erneuten Aufbäumen der Transelectrica-Aktien (TEL, 26,99 Lei, ISIN ROTSELACNOR9), die auf Wochensicht fünf Prozent zulegten und somit dem BET-NG-Index zu einem Wochenplus von 20,4 Punkten (oder 2,97 Prozent) verhalfen. Dazu trugen jedoch auch die anderen Blue Chips der rumänischen Börse bei: Transgaz (TGN, 236 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) mit einem Plus von 5,12 Prozent, Romgaz (SNG, 34,31 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) mit 3,18 Prozent Wochenzuwachs, Nuclearelectrica (SNN, 7,79 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) mit einem Plus von 0,33 Prozent. Sogar Petrom (SNP, 0,439 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) verließ die Verlustzone.

Interessant wird in der kommenden Woche die Entwicklung des ROTX-Index sein. Am Wochenende wurden die Ergebnisse des Bankenstresstests bekannt gegeben. Einige der getesteten Banken werden auch an der Bukarester Wertpapierbörse gehandelt. Je nach Testergebnis dürfte Bewegung in die Bankenaktien und somit in den ROTX-Index kommen. Drei der an der BVB gehandelten Banken sind in diesem Index abgebildet. In der vergangenen Woche legten Bankaktien unterschiedlich zu, im Durchschnitt jedoch um 4,8 Prozent. Somit performten Bankpapiere überdurchschnittlich gut.

Rasdaq

Der Handel am Sekundärmarkt Rasdaq in der vergangenen Woche ist von Zurückhaltung geprägt worden. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag bei umgerechnet 0,03 Millionen Euro, ein auch für den Sekundärmarkt sehr niedriger Wert. Nur an drei Handelstagen stieg der Umsatz auf einen sechsstelligen Lei-Betrag – in Euro erreichte er nie diese Schwelle. Der Hauptindex Rasdaq-C hingegen genoss diese Entwicklung. Er legte auf Wochensicht 0,87 Prozent zu und schloss die Handelswoche bei einem Stand von 1.397,18 Punkten und somit knapp unter der 1400-Punkte-Grenze.

Devisen

Am Devisenmarkt herrschte Stillstand im Verhältnis zum Euro. Der rumänische Leu konnte seine Position halten und schloss die Handelswoche auf demselben Stand, wie am Vormontag. So kostete ein Euro gestern 4,4209 Lei und somit unverändert zur Vorwoche. Dabei hätte der Euro durchaus zulegen können, denn am vergangenen Donnerstag kostete er noch 4,4236 Lei. Der US-Dollar hingegen spielt weiter seine internationale Stärke aus. Auf Wochensicht legte die amerikanische Währung 1,3 Prozent zu und kostete am Montag somit 3,4967 Lei.

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