Bukarester Börse schließt uneinheitlich, lässt klaren Trend vermissen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 14. Juli 2015

Der Handel an der Bukarester Wertpapierbörse BVB lag in der vergangenen Woche fast gleichauf mit der Vorwoche, bei einem Gesamtumsatz von umgerechnet 46,9 Millionen Euro – nur 0,5 Prozent weniger als in der Woche zuvor. Wie auch in der Vorwoche startete der Handel sehr behutsam (Umsatz: 4,9 Millionen Euro) und steigerte sich im Laufe der Woche. Nur an zwei Tagen wurden jeweils mehr als 10 Millionen Euro mit Aktien gehandelt, in den übrigen Tagen lag der Umsatz im einstelligen Millionenbereich. Die Marktkapitalisierung fiel im Laufe der Woche, doch sie fing sich gegen Ende der Handelswoche, sodass der Gesamtwert aller gelisteten Aktien am Freitag bei 32,7 Milliarden Euro lag. Die Indizes schlossen uneinheitlich, was das Fehlen eines Trends nur deutlicher machte. So schloss der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Wochenverlust von 0,3 Prozent und entfernte sich so weiter von der 30.000-Punkte-Marke.

Dass nur zwei SIF-Investmentgesellschaften mit Gewinnen die Handelswoche abschlossen, konnte dem Index nicht helfen. Das Schwergewicht, der Fonds Proprietatea (FP, 0,7885 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) entfernte sich weiter von der 0,8-Lei-Marke, auch wenn es die am meisten gehandelte Aktie war (Wochenumsatz: umgerechnet 11,9 Millionen Euro). Auch der Energiewerte-Index BET-NG schloss im Minus, auch wenn der Verlust von 0,01 Prozent kaum wahrnehmbar war. Mit einem Wochengewinn von 0,6 Prozent wies der ROTX-Index das höchste Plus aus. Dazu hatten vor allem die Erste Group Bank AG (EBS, 117,9 Lei, ISIN AT0000652011) mit plus 1,6 Prozent sowie Banca Transilvania (TLV, 2,203 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit plus 2,6 Prozent beigetragen. Nur zwei Emittenten im ROTX-Index – BRD (BRD, 10,99 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) und FP schrieben vergangene Woche rote Zahlen.

Verlierer der Woche

26 Emittenten schlossen die Handelswoche im Minus ab. Die größten Verlierer der Woche waren das Hüttenwerk Alro (ALR, 1,2 Lei, ISIN ROALROACNOR0) mit einem Minus von 9,8 Prozent und der Landmaschinenhersteller Mecanica Ceahl²u (MECF, 0,12 Lei, ISIN ROMECFACNOR0) mit 9,2 Prozent Wochenverlust. Alro erlebte eine Korrektur nach dem Höhenflug der Vorwoche, nach Bekanntgabe der neuen Unternehmensstrategie. Dritter im Bunde war der Maschinenhersteller Comelf (CMF, 2,31 Lei, ISIN ROCMBFACNOR6), der einen Wochenverlust von 8,7 Prozent registrierte. Höhere Verluste registrierten noch das Erdölunternehmen Rompetrol Rafinare (RRC, 0,036 Lei, ISIN ROPTRMACNOR5) mit minus 6,5 Prozent und der Messgerätehersteller Electromagnetica (ELMA, 0,205 Lei, ISIN ROELMAACNOR2) mit minus 5,4 Prozent.

Gewinner der Woche

Kursgewinne heimsten insgesamt 24 Emittenten ein in der vergangenen Woche. Die größten Gewinner der Woche heißen TMK Artrom (ART, 2,8 Lei, ISIN ROARTFACNOR1) und [antierul Naval Or{ova (SNO, 2,611 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4) mit jeweils 7,6 Prozent. Mit jeweils über drei Prozent Wochengewinn konnten die Banca Comercial² Carpatica (BCC, 0,0467 Lei, ISIN ROBACRACNOR6), Electroarge{ (ELGS, 0,5435 Lei, ISIN ROELGSACNOR6) und Transelectrica (TEL, 26,81 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) aufwarten.

Rasdaq

Kein Sonderdeal trübte den Handel, die Umsätze waren lächerlich niedrig – aufgrund dieser Entwicklung konnte der Hauptindex der Sekundärbörse Rasdaq kräftig zulegen. Auch wenn die Entwicklung bis Freitag eher auf eine Verlustwoche schließen ließ, so beendete der Rasdaq-C die Handelswoche mit einem Plus von 0,4 Prozent – dank des Zuwachses um 2,13 Prozent am letzten Handelstag der Woche. Dabei war der durchschnittliche Tagesumsatz auf ein Drittel des Tagesumsatzes der Vorwoche geschrumpft. Nur am ersten Handelstag sind mit Aktien am Rasdaq 40.000 Euro umgesetzt worden. Fünf Tage später waren es nur noch knapp 6000 Euro.

Devisen

War es eine Intervention der rumänischen Notenbank oder doch der Optimismus, dass sich bald eine Lösung zur Griechenlandkrise findet? Der rumänische Leu konnte jedenfalls gegen die zwei Leitwährungen Euro und US-Dollar punkten. Beide Währungen wurden vorerst unter ihre jeweiligen psychologischen Grenzen gedrückt. Der Euro verlor auf Wochensicht 0,8 Prozent und fiel somit unter die 4,45-Lei-Grenze, der US-Dollar verlor 1,2 Prozent und schloss jenseits der 4-Lei-Grenze. Für eine Intervention spricht, dass der Leu gegenüber beiden Währungen am Freitag kräftig zulegte, nachdem während der Woche die Währungen sich abwechselnd unterschiedlich zum Leu entwickelt hatten.

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