Bukarests Börse weiterhin freundlich, nur Energiewerte spielen nicht mit

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Mittwoch, 17. August 2016

Auch in der zweiten Augustwoche konnte die Bukarester Wertpapierbörse Kursgewinne verbuchen. Den höchsten Wochengewinn heimste der ROTX-Index ein, mit einem Plus von 1,32 Prozent. Der Schlussstand des in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechneten Index lag am Freitagabend bei 13.345,05 Punkten. Dazu hatte vor allem der Kursgewinn der EBS-Aktien (EBS, 110 Lei, ISIN AT0000652011) verholfen. Die Bankaktien hatten im Wochenrückblick 3,7 Prozent zugelegt, sie haben eine Gewichtung von 21 Prozent in dem Index. Doch die EBS-Papiere waren nicht allein verantwortlich für das gute Abschneiden des ROTX-Index. Auch das Plus von 5,6 Prozent für die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,36 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) und der Zuwachs von 3,9 Prozent für BRD (BRD, 10,44 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) trugen dazu bei.

Schlechte Woche für Energiewerte

Dass fast alle Energiewerte in der vergangenen Woche Kursverluste verbuchten, belastete den ROTX-Index kaum, dafür aber den Energiewerte-Index BET-NG. Dieser verlor auf Wochensicht 1,4 Prozent und war somit der einzige Index, der an Wert verlor. Damit rückte auch die 600-Punkte-Marke wieder in weitere Ferne. Der Endstand des BET-NG lag vor allem nach dem Minus von 4 Prozent für den Netzbetreiber Transelectrica (TEL, 28,6 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) bei 563,22 Punkten. Sinkende Energiepreise verhagelte Transelectrica die Bilanzen. Die Aktien verloren am Freitag an Wert nach Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahreszahlen. Der operative Erlös ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 5,4 Prozent zurückgegangen, der Gewinn um 32,6 Prozent auf 142 Millionen Lei. Neben Transelectrica hatte auch der Erdgaserzeuger Romgaz (SNG, 22,8 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen musste ebenfalls Erlösrückgänge wegen der sinkenden Nachfrage verbuchen: minus 17,2 Prozent. Der Gewinn ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 19,7 Prozent auf 615,3 Mio. Lei zurück. SNG-Aktien gingen in der vorigen Woche um nur 0,65 Prozent zurück.

Dritter im Bunde der berichtenden Energieunternehmen war der Stromerzeuger Nuclearelectrica (SNN, 5,09 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8). Der AKW-Betreiber schrieb im ersten Halbjahr dieses Jahres 38,4 Millionen Lei Verluste. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen noch 2,9 Millionen Lei Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz ist um 16 Prozent zurückgegangen, schuld daran sei vor allem die länger als geplante Stilllegung des ersten Reaktorblockes in diesem Jahr. SNN-Aktien verloren am Freitag 5,39 Prozent. Gut möglich, dass sich die Umsatz- und Gewinnrückgänge dieser Unternehmen auch in dieser Handelswoche auf die Kurse ihrer Aktien auswirken werden.

Finanzwerte versprechen Gewinne

Immerhin enttäuschte der Fonds Proprietatea (FP, 0,766 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mal nicht, auch wenn sich dies noch nicht im Aktienkurs widerspiegelte. Die Aktien schlossen die Woche mit einem Minus von 1,5 Prozent, obwohl der Fonds im ersten Halbjahr dieses Jahres 540,7 Millionen Lei Gewinn verbuchte. Im ersten Halbjahr 2015 war das Ergebnis noch negativ ausgefallen. Allerdings ist das Ergebnis nicht nachhaltig: Die sechsmal höheren Erlöse stammen vom Verkauf der Beteiligungen an Romgaz und den E.ON-Töchtern. Nur die hohe Gewichtung der FP-Aktien verhinderte ein besseres Abschneiden des BET-FI-Index. Der legte in der vergangenen Woche nur 0,34 Prozent zu, obwohl alle SIF-Aktien im Plus schlossen.

Devisen

Nach einer Woche, in der sich die beiden Hauptdevisen unterschiedlich zum Leu entwickelten, konnte die rumänische Währung wieder etwas Boden gut machen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Laufe der Woche um 0,1 Prozent gedrückt und fiel unter die 4,46-Lei-Marke. Zu Mariä Himmelfahrt kostete der Euro somit 4,4592 Lei. Der US-Dollar verlor sogar mehr im Lauf der vergangenen Woche, nämlich 0,5 Prozent und schloss die Handelswoche bei einem Stand von exakt 4 Lei. Allerdings waren dies nicht die Tiefststände der Woche, beide Währungen hatten die Schlussstände vom Freitag, die für den darauffolgenden Werktag gelten, bereits im Laufe der Woche unterboten. Der Euro lag mit 4,4572 schon am Dienstag auf dem tiefsten Stand der Woche, der US-Dollar erreichte am Donnerstag mit 3,9878 seinen Wochen-Tiefststand.

Anregungen, Fragen, Kritik?  Schreiben Sie dem Autor: kleininger@adz.ro

Die hier dargestellten Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Sie stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Keine der hier enthaltenen Informationen begründet in keinem Land und gegenüber keiner Person eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Der Autor haftet nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von der Benutzung der hier dargestellten Mitteilungen entstehen können. Alle Werte entstammen der letzten vor Redaktionsschluss abgeschlossenen Handelssitzung.

Auch in der zweiten Augustwoche konnte die Bukarester Wertpapierbörse Kursgewinne verbuchen. Den höchsten Wochengewinn heimste der ROTX-Index ein, mit einem Plus von 1,32 Prozent. Der Schlussstand des in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechneten Index lag am Freitagabend bei 13.345,05 Punkten. Dazu hatte vor allem der Kursgewinn der EBS-Aktien (EBS, 110 Lei, ISIN AT0000652011) verholfen. Die Bankaktien hatten im Wochenrückblick 3,7 Prozent zugelegt, sie haben eine Gewichtung von 21 Prozent in dem Index. Doch die EBS-Papiere waren nicht allein verantwortlich für das gute Abschneiden des ROTX-Index. Auch das Plus von 5,6 Prozent für die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,36 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) und der Zuwachs von 3,9 Prozent für BRD (BRD, 10,44 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) trugen dazu bei.
Schlechte Woche für Energiewerte
Dass fast alle Energiewerte in der vergangenen Woche Kursverluste verbuchten, belastete den ROTX-Index kaum, dafür aber den Energiewerte-Index BET-NG. Dieser verlor auf Wochensicht 1,4 Prozent und war somit der einzige Index, der an Wert verlor. Damit rückte auch die 600-Punkte-Marke wieder in weitere Ferne. Der Endstand des BET-NG lag vor allem nach dem Minus von 4 Prozent für den Netzbetreiber Transelectrica (TEL, 28,6 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) bei 563,22 Punkten. Sinkende Energiepreise verhagelte Transelectrica die Bilanzen. Die Aktien verloren am Freitag an Wert nach Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahreszahlen. Der operative Erlös ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 5,4 Prozent zurückgegangen, der Gewinn um 32,6 Prozent auf 142 Millionen Lei.
Neben Transelectrica hatte auch der Erdgaserzeuger Romgaz (SNG, 22,8 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen musste ebenfalls Erlösrückgänge wegen der sinkenden Nachfrage verbuchen: minus 17,2 Prozent. Der Gewinn ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 19,7 Prozent auf 615,3 Mio. Lei zurück. SNG-Aktien gingen in der vorigen Woche um nur 0,65 Prozent zurück.
Dritter im Bunde der berichtenden Energieunternehmen war der Stromerzeuger Nuclearelectrica (SNN, 5,09 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8). Der AKW-Betreiber schrieb im ersten Halbjahr dieses Jahres 38,4 Millionen Lei Verluste. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen noch 2,9 Millionen Lei Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz ist um 16 Prozent zurückgegangen, schuld daran sei vor allem die länger als geplante Stilllegung des ersten Reaktorblockes in diesem Jahr. SNN-Aktien verloren am Freitag 5,39 Prozent. Gut möglich, dass sich die Umsatz- und Gewinnrückgänge dieser Unternehmen auch in dieser Handelswoche auf die Kurse ihrer Aktien auswirken werden.
Finanzwerte versprechen Gewinne
Immerhin enttäuschte der Fonds Proprietatea (FP, 0,766 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mal nicht, auch wenn sich dies noch nicht im Aktienkurs widerspiegelte. Die Aktien schlossen die Woche mit einem Minus von 1,5 Prozent, obwohl der Fonds im ersten Halbjahr dieses Jahres 540,7 Millionen Lei Gewinn verbuchte. Im ersten Halbjahr 2015 war das Ergebnis noch negativ ausgefallen. Allerdings ist das Ergebnis nicht nachhaltig: Die sechsmal höheren Erlöse stammen vom Verkauf der Beteiligungen an Romgaz und den E.ON-Töchtern. Nur die hohe Gewichtung der FP-Aktien verhinderte ein besseres Abschneiden des BET-FI-Index. Der legte in der vergangenen Woche nur 0,34 Prozent zu, obwohl alle SIF-Aktien im Plus schlossen.
Devisen
Nach einer Woche, in der sich die beiden Hauptdevisen unterschiedlich zum Leu entwickelten, konnte die rumänische Währung wieder etwas Boden gut machen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Laufe der Woche um 0,1 Prozent gedrückt und fiel unter die 4,46-Lei-Marke. Zu Mariä Himmelfahrt kostete der Euro somit 4,4592 Lei. Der US-Dollar verlor sogar mehr im Lauf der vergangenen Woche, nämlich 0,5 Prozent und schloss die Handelswoche bei einem Stand von exakt 4 Lei. Allerdings waren dies nicht die Tiefststände der Woche, beide Währungen hatten die Schlussstände vom Freitag, die für den darauffolgenden Werktag gelten, bereits im Laufe der Woche unterboten. Der Euro lag mit 4,4572 schon am Dienstag auf dem tiefsten Stand der Woche, der US-Dollar erreichte am Donnerstag mit 3,9878 seinen Wochen-Tiefststand.

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