Canzonetta & Anastasiu in Wolkendorf

Percussionsworkshop mit dem Vibrafonisten Alexandru Anastasiu, Solist des Bukarester Rundfunkorchesters

Sonntag, 13. Mai 2012

Sondergast des Wolkendorfer Workshops war der Bukarester Vibraphonist Alex Anastasiu.

Bei solchen Workshops lernt man viel und hat dabei auch viel Freude und Spaß.
Fotos: Canzonetta

Ioana Gavrilă:  „Es ist nicht selbstverständlich oder gar alltäglich, zusammen mit einem der besten Vibrafonisten des Landes zu musizieren, zu lernen, Gemeinschaft zu erleben- geprägt von vielen guten Gefühlen.

Ingeborg Acker hat Alex Anastasiu durch ihren Sohn Michael kennengelernt, die beiden musizieren oft in gemeinsamen Projekten. Erfreulich, dass diese Bekanntschaft zu einem besonderen Workshop für Canzonetta geführt hat, wo Geduld, Wissen, Freude und Dankbarkeit einander geschenkt wurden.
Für die jungen und sehr jungen Workshop-Teilnehmer war es eine neue Herausforderung beim Experimentieren mit ungewohnten Harmonien und Taktarten; bemerkenswert  der Spaß an Improvisationsversuchen auf den diversen Rhythmusinstrumenten.

Nennenswert sind auch die vielseitig begabten Mitarbeiter: der Pianist Alex Buretea war auch Trainer beim Morgensport; Petra Acker viel bewunderte Sängerin und Handcraft-Meisterin. Die jüngeren Kinder, die das Handarbeiten mit Petra noch nie erlebt haben, waren beim Herstellen von Schmuck und Rhythmus-Instrumenten einfach entzückt, ebenso von ihrer besonderen Art, Musik zu machen.

Musikfreizeit bedeutet bei Canzonetta auch Vermitteln und Erleben von vielen anderen Dingen  aus dem Bereich Allgemeinwissen: Pflanzen- und Tierwelt, Kultur, Geschichte und vieles mehr.

Großartig fand ich die  Tatsache, dass Ingeborg Acker das Musizieren zeitgenössischer  Werke, Zusammenspiel mit dem Vibrafon der von ihr geleiteten Gruppe zugemutet hat, was unzweifelhaft zu einer Bereicherung des Musikverständnisses dieser Kinder führt.“

Laura Benedek  (IX. Kl):   „Für mich ist das Heim in Wolkendorf wie ein zweites Zuhause und Canzonetta wie meine zweite Familie. Für die Dauer einer Ferienwoche hatte diese Familie einen ganz besonderen Besuch... Und so ist es zugegangen: morgens piano, mittags mezzoforte, abends Fortissimo, nachts pianissimo.  Gutes Essen gab´s  immer viel und anhaltend gute Laune. Sicherlich werden diese Tage für alle unvergesslich bleiben.“

Lara Arhire (VI.Kl): „Der Workshop war eine sehr gute  Idee von Frau Acker und Alex war eine riesige Überraschung für uns...“

Alex Tudose (VII.Kl) :„....schon die ersten Klänge, die er auf dem Vibrafon gespielt hat, versetzten uns in helle Begeisterung, die über die ganzen fünf Tage anhalten sollte! Wir haben von ihm und er von uns viel gelernt....“

Diana Alexe (VI.Kl): „...unser  ‘special guest’ hat uns buchstäblich mit dem Mund offen gelassen. Wir haben Musikstücke eingeübt, die Alex selbst komponiert hat – das Stück ‘Wonderland’ hat er für uns, mit Widmung für Canzonetta geschrieben. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein konnte!“

Denisa Handrea (III.Kl):   „...wir haben das große Instrument von Alex bewundert. Jeden Abend haben Aida und Renate mit uns lustige Spiele gespielt. Alle waren glücklich und freundlich miteinander.“

Dorothy Mihailiuc (VII .Kl):  „...es waren sehr schöne musikalische Experimente, die ich gerne jederzeit wiederholen würde.“

Cristina Simion:  „...ein einzigartiges Erlebnis, magisch und wunderbar ...Nicht einmal das Regenwetter konnte die Schönheit dieser Erfahrung überschatten.

Alexandru Anastasiu erwies sich nicht nur als ein hervorragender Künstler auf dem Vibraphon, sondern auch als ganz besonderer Mensch: warm, freundlich, offen, verständnisvoll, geduldig, liebevoll, bescheiden, begierig - sein musikalisches Wissen mit den Canzonetta-Kindern zu teilen.

Petra Acker hat auch diesmal wieder alle Anwesenden begeistert, und das nicht nur mit dem Charme ihrer exquisiten Interpretation beim Singen, sondern mit ihrer lieben Art, die Traurigkeit regnerischer Nachmittage in fröhliche Kreativ–Workshops für die Kinder umzuwandeln. Und die Choristen, ja, die waren wie immer: liebe, kluge, fleißige, vertrauensvolle Kinder.“
Ingeborg Acker:  „Die Reihe der erwachsenen Mitarbeiter ist vorhin noch nicht vollständig genannt worden. Auch Ioana Gavrilă, Cristina Simion, Mirela Kulin haben – jede in ihrer typischen Art – beträchtlich zu diesem Workshop beigetragen. Nochmals vielen Dank auch an Aida und Renate, schon „alteingesessene“ Ensemblemitglieder, die hervorragende Arbeit mit Vorbereiten und Durchführen des abwechslungsreich-unterhaltsamen Abendprogramms geleistet haben. 

Besonderen, ganz herzlichen Dank möchten wir dem Presbyterium der Honterusgemeinde entgegenbringen, das die Arbeit des Canzonetta-Ensembles immer wieder mit  großzügiger Unterstützung zu schätzen weiß.  
Ja, es war tatsächlich nicht ‘nur’ eine übliche Musikfreizeit mit vielen quirligen, musizierenden Kindern. In den darauffolgenden Tagen hat die Leiterin des Ensembles einige Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden.

Das Bedürfnis, tiefer seelischer Freude über solches Erleben und der dazugehörenden, vielfachen Dankbarkeit Ausdruck zu geben, ist vorherrschend. Telefongespräche mit Alex Anastasiu am entgegengesetzten Ende der Leitung ergeben auch dort sehr ähnliche Empfindungen. Haben wir alle in dieser Zusammenarbeit ein ganz besonderes, außergewöhnliches Geschenk erhalten?“

Zum Abschluss lassen wir Aida zu Wort kommen:

Aida Şelaru (IX.Kl):

Jeder dachte, es wird wohl das Übliche werden...,
eine normale Probenzeit,
wo alle wieder mal nach Wolkendorf zurückkehrten.
Doch kurz vor Sonnenuntergang
kam Alex Anastasiu an,
der berühmte und erfahrene Bukarester Musikersohn,
mit unglaublichen, noch nie gehörten Klängen vom Vibrafon!
Er brachte eine Welle voller Begeisterung mit sich,
die sich mit nichts aus der Canzonettageschichte verglich.
Das Ganze war nicht nur zum Spaß -
es hat auch Vertiefen von Wissen den Choristen gebracht,
so wie Lektionen über „Diez und Bemol“,
Solches in unseren Köpfen für immer bleiben soll!
Schließlich kam Acker Petra
und brachte mit den exotischen Rhythmus aus Kreta.
Mit vollem Schwung bliesen die Kinder in ihre Blockflöten
und setzten in Bewegung alle Wolkendörfer Enten, Gänse und Kröten.
Dank traumhaftem Klang der vielen Instrumente aus Metall und Holz
war Frau Acker auf unser Können immer wieder richtig stolz.
Wir fügten – dank Alex – noch einen wichtigen Teil hinzu: die Trommel,
als Verstärkung für das große Canzonetta-Konzert Anfang Sommer.
Und laden Sie alle herzlich ein, am 3. Juni in die Redoute zu kommen!

(Zusammenfassung: Ingeborg Acker)

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