Caritas Temeswar – zwei Jahrzehnte Einsatz

Neubau mit 12 Unterkunftsplätzen für Altenpflegeheim in Bakowa

Mittwoch, 11. März 2015

Das „Heiliger Johannes“-Altenpflegeheim in Bakowa Foto: Marius Badescu

„Wir haben diese Tage eine große Infusionsspende für alle Krankenhäuser in Temeswar/Timisoara gemacht,“ so Herbert Grün, Geschäftsführer des Caritasverbands der Diözese Temeswar. Es handelt sich dabei um 10.000 Infusionseinheiten in Wert von 38.600 Euro von der Firma Haenco Pharma Consult GmbH in Wien (Österreich). Die Infusionsspende ist für die Intensivstationen der hiesigen Krankenhäuser gedacht. Die Spende lief über den Wiener Unfallchirurgen Prof. Dr. Johannes Poigenfürst, auf dessen Initiative und Betreiben 2003 die „Casa Austria“-Unfallsklinik in Temeswar gebaut wurde und der im Laufe der Jahre regelmäßig die Klinik unterstützt hatte.

„Wir möchten Container für Kleidersammlungen in den Städten aufstellen“, äußert sich Grün zu einem neuen Unterfangen der Caritas Temeswar. Kleidersammlungen, die längst kein Novum mehr in Deutschland oder Österreich sind, beabsichtigt die hiesige Caritas in den Temescher Städten Temeswar, Lugosch/Lugoj, Busiasch/Busias, Hatzfeld/Jimbolia, Detta/Deta, Gataja/Gataia und den Karasch-Severiner Städten Reschitza/Resita, Karansebesch/Caransebes und Ferdinandsberg/Otelu Rosu durchzuführen. Nach der Sammlung der Kleider in den Containern werden die Kleidungsstücke sortiert und an die Bedürftigen, die sich an die Caritas wenden, weitergegeben.

 

Mehr Pflegeplätze in Bakowa

 

Auch wenn nicht immer neue Projekte anstehen, ist der Caritasverband Temeswar stets um den Fortbestand und die Weiterentwicklung der bisherigen sozialen Projekte bemüht. Diesbezüglich hat sich die Caritas im Laufe des Jahres vorgenommen,  das Altenpflegeheim für chronisch Kranke in der Temescher Ortschaft Bakowa/Bacova um einen Neubau zu erweitern. Das 2012 eröffnete „Heiliger Johannes“-Altenpflegeheim in Bakowa hat derzeit 12 Pflegeplätze für ältere Personen mit chronischen Krankheiten, die auf Pflege und Betreuung angewiesen sind. Den Begünstigten wird Ernährung, Körperpflege, medizinische Betreuung, soziale und psychologische Unterstützung, sowie Freizeitgestaltung von einem interdisziplinären Team geboten.

Das Altenpflegeheim soll nun mit einem Neubau, in einem Nebenhaus in der unmittelbaren Nachbarschaft, erweitert werden, erklärt der Caritas-Geschäftsführer. Somit wird die bestehende Platzanzahl von 12 Betten verdoppelt. Etwa 30 Begünstigte konnten im letzten Jahr über die Dienste des Caritas-Altenheims in Bakowa verfügen. 

 

 

Hilfe für Kinder, Obdachlose und Senioren

 

„Schwerpunkte der Caritas sind weiterhin die Kinderheime, die Projekte für die Obdachlosen, Alten- und Krankenhilfe und die Suppenküche,“ sagt Caritas-Geschäftsführer Herbert Grün. Der 1993 gegründete Caritasverband der Diözese Temeswar ist seit mehr als zwei Jahrzehnten im Dienste der sozial Benachteiligten. Über eine breite Projektpalette betreut die Caritas jährlich mehrere Hundert Bedürftige. Jedes Jahr werden in den Kinderheimen und Tagesstätten ungefähr 200 Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien, über die sechs Sozial- und Pflegestationen (Hauskrankenpflege) etwa 300 ältere und/oder der Pflege bedürftige Personen und im Zentrum für Palliativpflege – Hospiz in Temeswar zirka 200 Patienten versorgt. In den Sozialkantinen (Suppenküchen) in Temeswar, Nadrag/Nadrag und Wetschehausen/Petroasa Mare werden täglich 200 Portionen „Essen auf Rädern“ für sozial Benachteiligte zubereitet.

Im „Pater Jordan“-Nachtasyl in Temeswar sind täglich etwa 80 Obdachlose im Sommer und bis zu 120 im Winter untergebracht. Im Frauenhaus in Temeswar, einer Unterkunft für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, stehen 12 Plätze zu Verfügung, wobei die Begünstigten ihre Kinder mitbringen können. Auf der „Pater Paulus“-Jugendfarm, dem Resozialisierungszentrum in Bakowa, wohnen derzeit 12 Obdachlose (Frauen und Männer) und deren sieben Kinder. Nicht zuletzt bietet die Caritas fachliche Beratung über die Beratungs- und Betreuungsstelle für Behinderte und ist auch einsatzbereit im Falle von Naturkatastrophen über eine dieser Sparte gewidmete Abteilung.

 

Zuverlässige Partner

 

Die zuverlässigsten Partner des Caritasverbands Temeswar sind, laut dem Geschäftsführer Herbert Grün, weiterhin die Caritas Graz, die „PaterBerno“-Stiftung in München, die Renovabis e.V., die Caritas Eisenstadt (Österreich), Caritas Essen, die Familiaren des Deutschen Ordens in Südtirol (Italien), die Interessengemeinschaft „Hilfe für Nadrag“ in Münster, Direkte Hilfe für Kinder in Not in Oberursel, Rumänienhilfe Grafenau, Rumänienhilfe Ebensfeld, Kinder helfen Kindern in Heidelberg sowie andere Vereine, Stiftungen und Kirchengemeinden. 

Finanziert werden die Projekte der Caritas Temeswar bis zu 70-80 Prozent über Spenden aus dem Ausland (Deutschland, Österreich und Südtirol), bis zu 10 Prozent von den Subventionen, die aus dem Staatshaushalt über das Gesetz Nr. 34 den rumänischen Vereinen und Stiftungen mit Rechtsstatus, die Sozialeinrichtungen gründen und verwalten, zugeteilt werden, und zu etwa 15 Prozent über die lokalen Behörden.

 

 

 

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