Carpatair meldet Insolvenz an

Tätigkeit eingeschränkt, im Angebot bleiben nur profitable Flüge

Dienstag, 28. Januar 2014

Eine Flugmaschine von Carpatair am Temeswarer Flughafen

Temeswar - Carpatair, nach TAROM zweitgrößte rumänische Fluggesellschaft, mit Sitz in Temeswar/Timişoara und Basis auf dem internationalen Flughafen „Traian Vuia“ aus Temeswar, hat Insolvenz angemeldet. Die Gesellschaft begründete ihren Beschluss, einen Prozess zur rechtlichen Umorganisierung einzuleiten, mit ihren Streitfällen mit der Leitung des Temeswarer Flughafens, die der Gesellschaft Schäden im Wert von 30 Millionen Euro eingebracht haben.

Während des folgenden Prozesses der Umorganisierung wird die Fluggesellschaft ihre Handelstätigkeit weiterführen, die Leitung von Carpatair soll weiterhin von dem bisherigen Management-Team unter Leitung des Generaldirektors Nicolae Petrov sowie unter Überwachung des noch zu bestimmenden Rechtsverwalters ausgeführt werden. Wie angekündigt wird die Tätigkeit von Carapatair während der Wintersaison, bis Ende März 2014, eingeschränkt werden. Im Angebot bleiben nur profitable Flüge, laut Dan Idolu, dem Direktor des internationalen Flughafens „Traian Vuia“ aus Temeswar wurden ab 17. Januar sämtliche Flüge vom Temeswarer Flughafen suspendiert. Die Fluggesellschaft hätte im Mai 2013 3,3 Millionen Lei und 1,9 Millionen Euro dem Flughafen geschuldet. Vor Gericht wurden jedoch von der Fluggesellschaft Einspruch gegen diese Schulden erhoben. Die Leitung des Flughafens befindet jedoch, dass die Gesamtschulden von Carpatair  gegenüber dem internationalen Flughafen „Traian Vuia“ für die Zeitspanne 2008-2012 jedoch eigentlich mehr als 10,5 Millionen Euro betragen würden.

Carpatair wurde bekanntlich 1999 gegründet. Die Gesellschaft errang hohe Marktanteile und wurde zur zweitgrößten rumänischen Fluggesellschaft nach TAROM. Erster Standort war der Flughafen von Klausenburg/Cluj. Bis zu dem nun angekündigten Insolvenzverfahren verband Carpatair Temeswar mit mehreren Städten Rumäniens, aus Italien, der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland (Stuttgart, bis Juni 2013 auch Düsseldorf und München). Italien wurde zudem von Chişinău, Craiova und Jassy/Iaşi angeflogen.

Kommentare zu diesem Artikel

Ioan, 28.01 2014, 18:11
Zum Glück gibt es noch Austrian

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