Chancen und Hürden für KMU in Rumänien

Podiumsdiskussionen der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer

Samstag, 08. September 2012

Von links: Cristian Pârvan, Generalsekretär des Rumänischen Verbands der Geschäftsleute (AOAR), Nicolae Rotileanu, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Wirtschaftsumfeld, Anne Ruth Herkes, Staatssekretärin im BMWi, Dr. Volker Treier, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Dragoş Anastasiu, Vorstandsmitglied AHK Rumänien und Daniel Metz, Chief Executive Officer EBS Romania.
Foto: Christian Binder

Bukarest (ADZ) - Welches sind die Schwierigkeiten mit denen Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) zu kämpfen haben, welche Vorteile und Möglichkeiten bietet der Standort Rumänien, was gilt es zu tun, um Innovationen voranzubringen und KMU zu stärken? Um diese Fragen drehten sich am Donnerstag zwei von der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK) organisierten Podiumsdiskussionen im Bukarester Crowne Plaza Hotel. Neben rumänischen Wirtschafts- und Regierungsvertretern, darunter Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Nicolae Rotileanu, nahm auch Anne Ruth Herkes, Staatssekretärin im deutschen Bundesministerium für Wirtschaft, an den Gesprächen teil.

Nachdem in den Eröffnungsreden die Situation der deutschen mittelständischen Unternehmen als positives Beispiel präsentiert wurde und darauf hingewiesen wurde, dass KMU gewisse Hürden schwieriger überwinden als Großunternehmen, stachen in der Gesprächsrunde einige für den Standort Rumänien spezifischen Herausforderungen und Probleme heraus. Diese seien unter anderem der Mangel an Fachkräften mit praktischer Erfahrung bei der Einstellung – wodurch zusätzliche Ausbildungskosten entstünden –, ein zwiespältiger Umgang mit staatlichen Institutionen – mit einerseits schnellen Abläufen wie zum Beispiel die Unternehmensgründung, andrerseits mit großen Schwierigkeiten zum Beispiel bei zu kurzfristigen Gesetzesänderungen – und zu wenig in Anspruch genommene Fremdfinanzierung (beispielsweise EU-Fonds) durch KMU in Rumänien.

In diesen Punkten sahen die Diskussionsteilnehmer auch die wichtigsten Ansatzpunkte zur langfristigen Verbesserung der Lage der KMU in Rumänien sowie zur Anziehung mehrerer Investitionen aus den Reihen deutscher KMU. Positiv herausgehoben wurden die volkswirtschaftliche Situation Rumäniens – die nicht nur auf Dienstleistungen ausgerichtet sei und viele Möglichkeiten für gute Geschäfte biete – sowie ein gerade auch durch die EU-Mitgliedschaft gesundes Maß an Stabilität, Berechenbarkeit und Transparenz.

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