China erhält Zugang zum Banater Erdöl

Bei Hatzfeld wurde ein reichhaltiges Erdölvorkommen entdeckt

Freitag, 12. Februar 2016

Temeswar - Eine überraschende Premiere im rumänischen Erdölgeschäft: Die britische Erdölfirma Zeta Petroleum Rumänien wurde von der chinesischen Holding Golden Meditech Holdings Ltd aus Hong Kong angekauft, sodass nun China erstmals einen Zugang zum rumänischen Erdöl erhält. Wie in der ADZ berichtet, hat Zeta Petroleum auf ihren für 2016 eingeplanten jedoch als zu kostspielig eingeschätzten Start der Erdöl- und Erdgasförderung auf den drei vom rumänischen Staat konzessionierten Feldern in Hatzfeld/Jimbolia, Kreis Temesch, Suceava und Bobocu, Kreis Buzău verzichtet. Die Mutterfirma hat die rumänische Zweigstelle Zeta Petroleum Rumänien dem britischen Investmentfonds IGM, ihrem Hauptkrediteur, in Konto ihrer Schulden von 2,6 Millionen Euro überlassen. Laut Bloomberg wird der britische Investmentfonds jedoch schon längst von der vorgenannten Holding aus China kontrolliert. 30 Prozent der Aktien von Zeta Petroleum befinden sich im Besitz des britischen Investmentfonds. Durch diesen Geschäftscoup erhält nun die Hong Konger Holding erstmals Zugang zu den rumänischen Erdöl- und Erdgasreserven.

Die 2005 speziell für die Erdöl- und Erdgasförderung in Rumänien gegründete Firma Zeta Petroleum Rumänien kündigte schon 2011 an, dass man in der Banater Heide, bei Hatzfeld, eng an der rumänisch-serbischen Staatsgrenze, ein reichhaltiges Erdölvorkommen, geschätzt auf 1,5 bis sechs Millionen Barrel, entdeckt hatte. Hinzu kam noch, dass Zeta Petroleum Rumänien auch auf die Ausbeutung des Erdgasvorkommens von zirka 800 Millionen Kubikmeter bei Suceava und Bobocu , Kreis Buzău, hoffte. Die beiden Erdölfelder Alt-Hatzfeld und Hatzfeld-West waren schon in den sechziger Jahren entdeckt aber nicht ausgebeutet worden. Zeta Petroleum Rumänien hatte die Absicht, die Erdölförderung in Hatzfeld unverzüglich im laufenden Jahr zu starten, in Partnerschaft mit NIS Petrol (51 Prozent), der serbischen Tochtergesellschaft des russischen Konzerns Gazprom, und der rumänischen Firma Armax Gaz (10 Prozent).

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