Condrea soll zum Zeitpunkt des Unfalls telefoniert haben

Keinerlei Beschattung durch den SRI

Mittwoch, 25. Mai 2016

Bukarest (ADZ) - Der tödlich verunglückte Eigentümer des Unternehmens HexiPharma, Dan Condrea, soll zum Zeitpunkt des Unfalls mit seiner Lebensgefährtin telefoniert haben, berichteten die Medien am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise nach einer Vernehmung der Frau. Deren Angaben zufolge, wollte Condrea am späten Sonntagnachmittag etwas frische Luft schnappen, da er sich unwohl gefühlt habe. Der 41-Jährige kam an Bord seines Opel jedoch von der schnurgeraden Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft, die derzeit weder ein Unglück aufgrund menschlichen oder technischen Versagens noch Selbstmord oder Mord ausschließt, teilte mit, die Identität der Leiche erst nach einem DNA-Test bestätigen zu wollen.

Condreas erste Ehefrau sagte den Medien indes, ihr Ex sei ein knallharter Mensch gewesen, der „eher einen anderen umbringt als sich selbst“. Generalstaatsanwalt Augustin Lazăr bestätigte derweil, dass Condrea für Montag eine Vorladung erhalten hatte und als Verdächtiger mit U-Haft oder Hausarrest rechnen musste. Seinerseits gab der Parlamentsausschuss zur Kontrolle des SRI bekannt, dass der Inlandsgeheimdienst Condrea nicht beschattet hat – dies sei aufgrund des jüngsten Urteils des Verfassungsgerichts gar nicht möglich gewesen, da der SRI nur noch Angelegenheiten der Staatssicherheit nachgehen darf.

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