Continental AG begründet Berufsschule mit

Pilotprojekt für Elektrofachkräfte dauert zwei Jahre

Freitag, 21. September 2012

Die Chancen auf einen gesicherten Arbeitsplatz waren das Hauptargument für die meisten Eleven, sich für die neue Berufsschulklasse zu entscheiden. Continental schaute bei der Auswahl darauf, ob die Schüler technische Fähigkeiten entwickeln und ob die allgemeine Einstellung derselben stimmt. Im Bild: Förderer, Lehrer, Schüler und Eltern bei der Eröffnung der Klasse. Foto: Zoltán Pázmány

Drei Jahre nach der Auflösung, gibt es erneut Berufsschulen im Verwaltungskreis Temesch. Eine mit besonderer Konstellation wurde am Technischen Kolleg „Regele Ferdinand“ in Temeswar aus der Taufe gehoben. Unterstützt vom Continental-Konzern werden innerhalb einer Projektklasse Schüler im Bereich Elektronik und Elektrotechnik für die in Temeswar angesiedelten Continental-Sparten ausgebildet. „Wir suchten einen Partner, dem man diese Berufsschulklassen nicht aufzuzwingen brauchte“, sagte der Geschäftsführer von Continental Automotive in Rumänien, Christian von Albrichsfeld, bei der Eröffnung des Schuljahres.

Dass die Leitung des Technischen Kollegs wirklich eine Berufsschulklasse wünschte, ist spätestens bei den Worten der Schulleiterin Patricia Pisano ersichtlich: „Wir hatten unabhängig von dieser Partnerschaft die Absicht, eine Klasse mit Berufsschülern ins Leben zu rufen“.

22 Eleven befanden sich zunächst im Auswahlkreis von Continental, die nicht nur ein Labor ausstattete, sondern auch nachhaltig durch Betriebspraktika, Stipendien und Sichern eines Arbeitsplatzes den neuen Ausbildungsweg unterstützt. 17 Schüler werden in der 10. Berufsschulklasse zwei Jahre lang lernen. Christian von Albrichsfeld findet es heute als besonders gut, dass nicht nur die rumänische Gesetzgebung, sondern auch die Temeswarer Partnerschule so flexibel war, die Absichten umzusetzen.

Absichten, die aus Mangel an Facharbeitern aus der Not geboren wurden, und deren erste Ansätze aus dem Deutschsprachigen Wirtschaftsclub kamen. Dass die deutschsprachigen Unternehmer anfänglich von drei Jahren Ausbildung sprachen und derzeit bloß zwei angesagt sind, darin sehen weder der Continental-Betrieb noch die Schule ein besonderes Problem. Beide Seiten wollen sich den Notwendigkeiten und den Möglichkeiten dieses Projekts im gesetzlichen Rahmen anpassen. „Nicht nur die Schüler werden zu lernen haben“, schlussfolgerte Albrichsfeld bei der Eröffnung der sogenannten Pilot-Klasse.

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