Dakische Silbermünzen aus USA zurückgeführt

Staatsanwalt fordert Spezialeinheit zur Aufklärung

Mittwoch, 03. Juli 2013

Die 49 zurückerstatteten dakischen Silbermünzen sind Teil eines Schatzes von 2300 Münzen, der 2003 von organisierten kriminellen Schatzsuchern aus Sarmizegetusa Regia entwendet und in Tranchen von 600 Münzen nach Deutschland verkauft worden war. Dort hatte auch ein Händler aus Chicago eine Tranche erworben. Foto: Mediafax

Bukarest (ADZ) - Am 29. Juni wurden nach einem zweijährigen Rechtsverfahren 49 gestohlene dakische Silbermünzen vom Typ Koson aus Chicago nach Rumänien zurückgeführt. Die gemeinsamen Ermittlungen zur Strafverfolgung der Täter dauern weiterhin an. Die äußerst wertvollen Münzen sind mit griechischen Lettern beschriftet und wurden zwischen 44 und 29 v. Chr. in Sarmizegetusa Regia geprägt.

Die Aufschrift „Koson“ bezieht sich auf den Dakerkönig, der ihre Herstellung angeordnet hatte. 19 der Münzen weisen zudem die Aufschrift „Droyeis“ auf. Hierbei handelt es sich um ein neues dakisches Wort, dessen Bedeutung erst entziffert werden muss. Illegale Schatzsucher hatten die Münzen 2003 durch gezielte Grabungen aufgespürt und über ein auf Antikdiebstahl spezialisiertes Schmugglernetz ins Ausland verbracht.

In den letzten Jahren war es der rumänischen Regierung siebenmal gelungen, aus den Bergen von Broos/Orăştie gestohlene Dakerschätze aus dem Ausland zurückzuführen. Der mit dem aktuellen Fall befasste Staatsanwalt aus Alba Iulia, Augustin Lazăr, fordert die Einrichtung einer Spezialeinheit aus Polizeikräften und spezialisierten Juristen zur Aufklärung derartiger Fälle.

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