„Damit es allen gut geht!“

Johann Stefani – Bürgermeisterkandidat für Tekes

Dienstag, 17. Mai 2016

Kronstadt – Die Europäische Union macht es möglich, viele Tekeser wollen es – eine „deutsch-französische Allianz“ in den Gemeinderat. So kommt es, dass bei den Lokalwahlen vom 5. Juni in Tekes /Ticuş das Deutsche Forum einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominiert und eine eigene Wahlliste mit elf Kandidaten für den Gemeinderat aufstellt, in der Johann Stefani und Erwan Joliff die Spitzenkandidaten sind. Johann Stefani ist noch vor 1989 nach Deutschland ausgewandert, aber bereits kurz nach der Wende mit verschiedenen Hilfsaktionen vor allem im Repser Ländchen präsent gewesen. Der 57-jährige Pfarrer in Ruhestand ist auch Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Tekes in Deutschland. Seit rund vier Jahren ist er wieder in sein Heimatdorf zurückgekehrt und will nun beitragen, dass sich da die Dinge bessern, dass es allen Tekesern besser gehen möge, wie auf seinem Wahlposter zu lesen ist. Erwan Joliff ist französischer Staatsbürger und wohnt mit seiner aus Dresden stammenden Frau und Familie in Kiwern/Cobor – das Dorf, das zur Gemeinde Tekes gehört.

Stefani sieht seine Kandidatur als eine Herausforderung, um etwas für die heruntergewirtschaftete Gemeinde zu tun. Dafür gebe es keine Ansätze seitens der amtierenden Mannschaft im Bürgermeisteramt. Stefani hat zusammen mit einer seiner Schwestern das Elternhaus übernommen und bringt es auf Vordermann. Außerdem hat er bereits erste konkrete Maßnahmen unternommen, um den der evangelischen Kirche zurückerstatteten ehemaligen Kindergarten nicht dem Verfall preiszugeben und um da eine Begegnungsstätte für die Jugend einzurichten. In der rund 900 Einwohner großen Gemeinde ist die sächsische Vergangenheit nicht zu übersehen: Kirchenburg, Pfarrhaus, Predigerhaus, Kindergarten, deutsche Schule, ehemaliger Turnsaal bilden das Herzstück der Gemeinde, in der heute die Roma die Mehrheit stellen. Stefani wollte eigentlich in Tekes seine Ruhe haben. Die konnte er nicht finden, weil da vieles zu tun ist. Viele Tekeser kamen an ihn heran mit der Aufforderung, sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stellen. Angebote kamen  gleich von mehreren Seiten. Natürlich sei dafür das Deutsche Forum die erste Wahl gewesen. Was sich die Forumskandidaten in Tekes vornehmen, wer Stefanis Gegenkandidaten sind, wie der erste Teil des Wahlkampfes verlaufen ist, darüber berichtet die „Karpatenrundschau“ am Donnerstag.

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