Das Buch zum Festival

„Gărâna Jazz“ erzählt die Geschichte des „rumänischen Jazz-Mekka“

Freitag, 08. Juni 2012

Das Buch „Gărâna Jazz“ wurde vor Kurzem in Temeswar präsentiert. Im Bild (v.l.n.r.): der Schriftsteller und Hochschullehrer Daniel Vighi, Tinu Pârvulescu und Johnny Bota. Foto: Zoltán Pázmány

Das Internationale Jazzfestival in Wolfsberg/Gărâna ist nun auch in einem Band festgehalten. 17 Autoren geben in dem Buch ihre Erfahrungen und Recherchen zum Thema „Gărâna Jazz“ zum Besten. Die Publikation in der Koordination von Schriftsteller und Hochschullehrer Tinu Pârvulescu erschien vor Kurzem im Brumar-Verlag und wurde im Cuib d´Arte aus Temeswar/Timişoara präsentiert. Ein Konzert der Gruppe JazzyBit rundete den Abend ab.

Schriftsteller, Künstler, Musiker, Journalisten und Hochschullehrer haben mit eigenen Beiträgen zum guten Gelingen des Bandes beigetragen. Silviu Dancu, Caius Dobrescu, Caius Giura, Marius Giura, Petru Ilieşu, Florian Lungu, Viorel Marineasa, Cristiana Mateică, Elisabeth Lili Ochsenfeld, Tinu Pârvulescu, Liliana Popescu, Alexandru Potcoavă, Andrea Reisz, Robert D. Reisz, Iulia Sur, Daniel Vighi und Smaranda Vultur erzählen auf insgesamt 185 Seiten die „Geschichte eines Festivals, eines Ortes und seines Publikums“. Unterschiedliche Auffassungen, Meinungen und Schreibstile treffen aufeinander und liefern zusammen ein facettenreiches Bild des Festivals, das Sommer für Sommer den gesamten „Temeswarer Domplatz“ nach Wolfsberg lockt. Denn die Leute, die zum „Jazz“ nach Wolfsberg reisen, sind die, sich in ihrer Freizeit nicht etwa im Studentenviertel aufhalten, sondern auf Temeswars schönstem Platz, dem Domplatz.

Das Publikum allein sei ein Schauspieler, es gehöre zum Event dazu, meint Koordinator Tinu Pârvulescu. Das Buch enthält umfassende Recherchen zum Wolfsberger Jazzfestival, die auf Interviews mit direkt Beteiligten – sei es Musiker, Organisatoren oder Zuschauer – basieren. Wie das Festival in der Blogosphäre beschrieben wird, ist in dem Buch ebenfalls zu lesen. Zum Schluss werden die Ergebnisse einer Umfrage, die vom 22. bis 25. Juli 2010 in Wolfsberg stattgefunden hat, veröffentlicht. Auch das Profil des typischen Jazzliebhabers wurde anhand der Umfrage erstellt: Er hat ein Hochschulabschlussdiplom in der Tasche, denkt, dass man eine gewisse Musikkultur haben muss, um den Jazz verstehen zu können und reist von weit her an, um an Jazzkonzerten teilzunehmen. Eine überwiegend negative Einstellung zu Rumänien sei für Jazzliebhaber ebenfalls charakteristisch.

„Ein kleines Rumänien, aber ein wichtiges, ein Kulturraum mit schönen und gebildeten Menschen, die eine glückliche Familie haben“: So beschreibt Marius Giura, langjähriger Veranstalter des Jazzfestivals, den Austragungsort Wolfsberg. Wolfsberg habe sich zu einem wahren „Jazz-Mekka“ etabliert, meinte auch Bass-Spieler Johnny Bota bei der Buchvorstellung.

Nach Mekka im deutsch-böhmischen Wolfsberg werden auch in diesem Jahr Leute von überall her pilgern und die Musik, die zwischen dem 12. und 15. Juli anlässlich des 16. Internationalen Jazzfestivals auf der Wolfswiese gespielt wird, in vollen Zügen genießen. 

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