Ein Blick nach Nordsiebenbürgen

Uwe Seidner stellte Arbeit an einem Fotoband vor

Mittwoch, 23. November 2016

Wird es tatsächlich zu einem Ende der Sachsen in Siebenbürgen kommen? Eine schwierige Frage, doch so lange es noch Sachsen und sächsische Institutionen gibt, sagt Uwe Seidner, sind die Sachsen noch nicht am Ende ihrer Zeit.

Hermannstadt – Pfarrer Uwe Seidner ist in Hermannstadt/Sibiu geboren und wuchs als Pfarrerskind in Reußdörfchen/Rusciori und Stolzenburg/Slimnic auf. Er absolvierte das Brukenthal-Gymnasium und studierte Theologie in Hermannstadt und Erlangen. Erste praktische Erfahrung sammelte er als Mitarbeiter der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) und im Vikariat in Heltau/Cisnădie. Nach seinem Theologiestudium und dem Vikariatsabschluss im April 2008 wurde er vom Landeskonsistorium der evangelischen Kirche A.B. in Rumänien als Pfarrer nach Wolkendorf/Vulcan entsandt und im Juni desselben Jahres ordiniert. Seelsorgerisch betreut er zudem auch die Gemeinden Neustadt/Cristian und Weidenbach/Ghimbav. Am vergangenen Donnerstag sprach der Pfarrer in der EAS in Neppendorf/Turnişor über Nordsiebenbürgen und den „finis saxoniae“. Das Ende der Sachsen in Siebenbürgen wurde in den vergangenen 200 Jahren immer wieder an entscheidenden Wendepunkten, wie dem Anschluss Siebenbürgens an Rumänien oder der massiven Auswanderung nach dem Ende des Totalitarismus, heraufbeschworen.

In den vergangenen Monaten hat sich Uwe Seidner intensiv mit seinem Projekt, einem Foto- und Dokumentationsband über Nordsiebenbürgen beschäftigt. Hier, in der Gegend um Bistritz, waren die Dörfer schon nach dem Krieg geschrumpft. In den sechziger Jahren wurden Vikare zur „Feuertaufe“ in die Region geschickt. Ein Diskussionsteilnehmer, selbst Pfarrer, berichtete von einem Pfarrer aus Nordsiebenbürgen, der in Hermannstadt als Dozent tätig war und zu seinen Studenten zu sagen pflegte: „Ich komme aus der Zukunft“, denn die Entwicklungen um Bistritz zeigten bereits die vermeintlich kommende Realität in Südsiebenbürgen auf. In den Gemeinden rund um die Kreisstadt sind schon einige Kirchengebäude zerfallen, andere, so Uwe Seidner, wurden verkauft oder werden von anderen Konfessionen genutzt. Ziel des Pfarrers aus Wolkendorf ist eine Bestandsaufnahme der Dinge in Nordsiebenbürgen, in einem Foto- und Dokumentationsband. „In der Form gibt es das bis jetzt noch nicht.“ Einige der Fotos, die bereits in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Christian Draghici aus Heltau entstanden sind, stellte Seidner im zweiten Teil seiner Präsentation vor.

Kommentare zu diesem Artikel

Hermann Grimm, 23.11 2016, 14:18
Dem Pfarrer Seidner idt zu danke, dass er sich mit Nordsiebenbürgen befaßt und endlich hat das Forum wenn such nicht profihaft eSachsentage in Biatritz und gerade nicht in Sächsisch Regen abgehalten. Zur Erinnerung es gibt sie noch die Sachsen und der erste deutsche Bürgmeister nach derr Wende war Eckehrt Zaig, der für die Festrede in Reen bestens geeignet gewesen wäre. Gerade die Fernsehberichte über unsere Konvois brachte dem Süden den Norden wieder näher.
Die Organisatoren wrben nicht mit zweisprachigen Plakate für den Reenr Sachsentag in den Dörfern und vor allem in der Stadt. Die Umgangssprache im Reener Forumssitz ist zudem ungarisch.

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