Das Gedenken an die Opfer des Holocaust wachhalten

Präsident Johannis zeichnet Überlebende mit Orden aus

Donnerstag, 29. Januar 2015

Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Befreiung des größten Vernichtungslagers, Auschwitz, jährt sich zum 70. Mal. So wurde heuer der Tag des Holocaust überall mit besonderer Aufmerksamkeit begangen. In Bukarest hat Staatspräsident Klaus Johannis im Schloss Cotroceni drei Überlebende des Lagers Auschwitz-Birkenau ausgezeichnet.

Den Orden „Für treue Dienste“ im Rittersrang erhielten Gabriela Bone, Viora Braun und Susana Diamantstein. Präsident Johannis betonte, dass er während seines Mandats alles tun werde, um das Gedenken an die Opfer des Holocaust wach zu halten. Die Juden seien Opfer einer kriminellen Politik geworden, indem sie von Antonescu nach Transnistrien deportiert wurden oder von Horthy nach Auschwitz. Es habe aber auch Rumänen gegeben, die ihre jüdischen oder Roma-Mitbürger geschützt und gerettet haben.

Außenminister Bogdan Aurescu äußerte auf einer Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Holocaust, dass Rumänien in den letzten Jahren „bemerkenswerte Bemühungen“ unternommen habe, um Verantwortung für seine Vergangenheit zu übernehmen und der Verleugnung des Holocaust entgegenzutreten. 2016 wird es den Vorsitz der Internationalen Allianz zum Gedenken an den Holocaust übernehmen. Auf der Veranstaltung sprachen auch der Vizepräsident der Föderation der Jüdischen Gemeinschaften in Rumänien, Paul Schwarz, und der Direktor des Holocaust-Instituts, Alexandru Florian.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 04.02 2015, 01:42
Rumänien war an Auschwitz gar nicht beteiligt. Viele Häftlinge in Auschwitz kamen zwar aus Siebenbürgen, aber aus dem damals ungarischen Teil. Rumänien sollte lieber einen eigenen Gedenktag einführen, einen Gedenktag der sich am spezifisch rumänisch Anteil am Holocaust orientiert, ein Transnistrien-Tag oder so. Österreich gedenkt dem Holocaust auch am Tag der Befreiung des KZ-Mauthausen.
Helmut, 29.01 2015, 21:51
@Gast27.....danke für Ihre Worte.Jeder hat seine Meinung in den verschiedensten Fragen,jedoch sollten wir uns nicht nur hier ,sondern in Zukunft, in ganz Rumänien, gegenseitig mit mehr Respekt begegnen.Politische Meinungsverschiedenheiten müssen in einer ordentlichen Form ausgetragen werden und dürfen nicht mehr ständig in Beschimpfungen,Verleumdungen etc.enden.Für das Land und seine weitere politsche Entwicklung wird es notwendig sein,dass dies auch alle politischen Parteien , PolitikerInnen und Institutionen erkennen.Rumäniens Bild in der Welt muß sich ändern,daran sollten wir alle arbeiten.Dies wird eine schwere Aufgabe sein,jedoch wir wollen aus der Geschichte gelernt haben und es schaffen.Auch die Medien sollten sollten endlich begreifen,dass sie eine Verantwortung für das Land tragen und daher jedliche Berichterstattung davon getragen sein soll.Unabhängigkeit und Ehrlichkeit sollen zum Leitbild der Pressefreiheit werden.
Gast27, 29.01 2015, 14:14
@Helmut: Danke für diesen Betrag! Hierfür erhalten Sie meine volle Zustimmung (ohne wenn und aber)! Es hat mich sehr gefreut, dies von Ihnen zu lesen. Und ich möchte meine Aussage "sie seien ein dummer Mensch" zurückziehen und mich öffentlich, bei Ihnen entschuldigen! Nochmals, vielen Dank für diese klaren Worte!
Helmut, 29.01 2015, 12:53
"NUR EINES IST SCHLIMMER ALS AUSCHWITZ;und ZWAR WENN DIE WELT VERGISST,DAS ES SO EINEN ORT GEGEBEN HAT(Worte von Henry Appel).Daher dürfen die Greultaten dieser Verbrecher niemals vergessen werden.Auch die über 250.000 rumänischen Opfer sollten uns eine Mahnung sein.Wohin politischer Hass führen kann hat uns die Geschichte gelehrt. Niemals wieder, dürfen Menschen aus rassistischen,religiösen und politischen Gründen verfolgt und ermordet werden. Das heutige Rumänien muß ein Beispiel bleiben/sein für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.Auch das Andenken an jene Rumänen welche in dieser grausamen Zeit,Verfolgten geholfen haben muß in Erinnerung bleiben.Aber es darf auch nicht vergessen werden,dass auch RumänenInnen(inkl. VertreternInnen von Minderheiten ) an diesen Verbrechen Mitschuld tragen und sich auch daran aktiv beteiligten. Das müssen wir klar ausprechen und uns dafür bei allen Opfern und ihren Angehörigen entschuldigen.

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