Das Leben ist so schön ...

Das von Kurator Johann Schaas Erzählte wurde in einem Buch zusammengefasst

Dienstag, 01. Oktober 2013

Kurator Johann Schaas und Andrea Rost, die Aufzeichnerin des von ihm Erzählten. Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Kurator Johann Schaas aus Reichesdorf/Richiş ist längst kein Geheimtipp mehr für Besucher des kleinen Dorfes im Kokeltal. Er ist dank seines immensen Wissens und der Gabe, dieses mit Humor zu vermitteln, ein gefragter Begleiter bei Kirchenführungen. Um dieses auch für die kommenden Generationen „aufzubewahren“, ließ Andrea Rost den 80-Jährigen Erfahrungen und Erinnerungen über das Dorf und Leben ins Aufnahmegerät erzählen. Daraus stellte sie ein Buch zusammen, das beim Sachsentreffen in Schäßburg/Sighi{oara präsentiert worden ist. „Das Leben ist so schön, wenn man darüber lächeln kann!“ entstand im Rahmen eines Projektes des Mihai-Eminescu-Trusts mit Unterstützung der Horizon Foundation und der Förderung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien.

Das Buch „gibt die subjektiven Erzählungen des Johann Schaas wieder und erhebt nicht den Anspruch, historische oder gar wissenschaftliche Fakten zu nennen“, heißt es im Vorwort. Nur wenig geglättet wurde seine Ausdrucksweise, in die Erzählsprache fließen sächsische und rumänische Begriffe und Wendungen ein, die im Original zitiert und anschließend übersetzt sind. Zusätzliche Worterklärungen gibt es am Buchende. Die 300 Seiten sind mit Fotos illustriert, welche die HOG Reichesdorf zur Verfügung stellte.

Die Erinnerungen und Erzählungen des 1933 in Reichesdorf geborenen Schaasen Hans wurden in acht Kapitel gegliedert, denen jeweils ein Ausspruch des Erzählers vorangestellt sind. In den beiden ersten Abschnitten erfährt der Leser Wissenswertes über Reichesdorf aber auch aus dem Leben des Johann Schaas. Kapitel drei und vier sind den Bräuchen und Festen im Dorf gewidmet. Der Weinbau wird in Teil fünf behandelt, die beiden nächsten bieten die Erklärungen, wie es zu der heutigen Situation kam, da Johann Schaas und seine Frau Hanni, das einzige sächsische Ehepaar im Dorf geblieben ist: die Enteignungen und die Auswanderungswellen. Im letzten Kapitel wurde das über die heutige Lage im Dorf Erzählte zusammengefasst. Das Buch ist beim Schäßburger Deutschen Forum oder dem Sitz des Mihai-Eminescu-Trusts und im deutschsprachigen Buchhandelsnetz erhältlich.

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