Deichmann spendet Schuhe für Obdachlose

Elf Caritasverbände aus Rumänien werden beliefert

Freitag, 06. April 2012

Rund 300 Paar Schuhe wurden beim Obdachlosenasyl der Caritas Temeswar entladen. Foto: Zoltán Pázmány

Der deutsche Schuhhändler Deichmann hat für obdachlose Menschen aus Rumänien 1500 Paar Schuhe gespendet. Das Wohltätigkeitsprojekt wurde von dem Caritasverband für das Bistum Essen initiiert. Die Schuhe werden an elf Caritasverbänden aus Rumänien verteilt.

Vergangene Woche erhielten von den 1500 Paar Schuhen rund 300 der Caritasverband aus Temeswar. Ein Teil der Schuhe wurden im Obdachlosenasyl der Caritas verteilt. Der Rest der Spende soll an andere Filialen aus dem Kreis Temesch und den Nachbarkreisen vertrieben werden. Die Schuhe waren für den schweren Winter gedacht, die Lieferung erreichte das Land allerdings mit Verzug.

Das Obdachlosenasyl der Caritas Temeswar bietet 80 Schlafplätze für die Bedürftigen. In den schweren Winterwochen war die Einrichtung zahlenmäßig überfordert. Über 150 Menschen suchten Abends bei der Caritas Unterschlupf vor den eisigen Temperaturen.

Finanziell wird die Einrichtung von Spenden getragen. Hauptspender ist die Pater Berno Stiftung. Die staatlichen Subventionen können einen Großteil der Kosten nicht decken. Die Stadt Temeswar unterstützt das Obdachlosenasyl mit den Löhnen für sechs Sozialarbeiter. „ Es gibt sehr viele unterschiedliche Faktoren, die dazu führen, dass ein Mensch auf der Straße landet“, erklärt Marius Burtea die prekäre Lage. „ Manche verlieren nach einer Scheidung ihr Zuhause und fallen in tiefe Depressionen. Auch bei der Arbeit kommen sie nicht mehr mit und verlieren dadurch die Stelle. Viele versuchen zwar weiterhin sich eine neue Arbeit zu finden, doch je nach dem psychischen Zustand oder dem Alter, wird es immer schwieriger für sie.“

Über 80 Prozent der Obdachlosen im Nachtasyl sind Männer. Auch Familien mit Kleinkindern suchen die Einrichtung auf. Die Spendete beinhaltete keine Kinderschuhe. Der Leiter des Caritasverbandes Temeswar Herbert Grün hat versichert, dass auch die Kinder mit Schuhen versorgt werden. 

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