Dem Schwabendichter zum Gedenken

Zum 90. Todestag von Adam Müller-Guttenbrunn

Freitag, 01. März 2013

Der aus dem Banat gebürtige Autor und Wiener Hochschullehrer Hans Dama
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Zum Gedenken an den 90. Todestag Adam Müller-Guttenbrunns hält Prof. Dr. Hans Dama aus Wien in der Zeitspanne März – April eine Vortragsreihe über verschiedene Aspekte des Lebens und Wirkens des Schwabendichters in Österreich, Ungarn und in mehreren Ortschaften des Banats. Für den 21. März ist zum Auftakt der Vortrag „Adam Müller-Guttenbrunn und Österreich“ im Institut für Österreichkunde der Universität Wien anberaumt. Im Haus der Ungarndeutschen von Budapest hält Prof. Dama am 22. April den Vortrag „Adam Müller-Guttenbrunn zum 90. Todestag. Seine vielseitige Tätigkeit nicht NUR als Schriftsteller“. Für Dienstag, den 23. April, um 17 Uhr, ist im Stadttheater von Lugosch ein Vortrag in rumänischer Sprache und die Buchpräsentation „Über drei Grenzen/Trei Frontiere“ des Lugoscher Autors Laurian Lodoaba eingeplant. 

Der Autor stellt dieses Buch auch am Donnerstag, dem 25. April, um 9.30 Uhr, in der Temeswarer Österreich-Bibliothek an der Westuniversität vor. Vom 26. bis 28. April beteiligt sich Hans Dama an den traditionellen Deutschen Literaturtagen in Reschitza: Am 26. April wird in der Bersaustadt die Ausstellung „Hans Dama – Mittler zwischen Kulturen und Generationen“ eröffnet. Desgleichen präsentiert Hans Dama am 27. April das Buch „Über drei Grenzen“ in Reschitza. Am gleichen Tag hält der Autor den im Rahmen des Literaturfestes den Vortrag „Literarischer Antisemitismus bei Adam Müller-Guttenbrunn. Seine Beziehung zu den Rumänen“.

Am Dienstag, dem 30. April, ist um 15 Uhr im Temeswarer AMG-Haus ein Vortrag über den Schwabendichter und die Buchpräsentation „Über drei Grenzen“ vorgesehen. Der Schriftsteller, Publizist, Bühnenautor, Theaterdirektor und Nationalrat Adam Müller-Guttenbrunn wurde am 22. Oktober 1852 in der Gemeinde Guttenbrunn/Zăbrani als uneheliches Kind geboren. Er verstarb am 5. Januar 1923 in Wien und erhielt ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof. Er hat ein vielseitiges journalistisches und schriftstellerisches  Werk hinterlassen. In den letzten Lebensjahren hat er sich in großen Heimatromanen vor allem seiner alten Heimat und den Banater Schwaben gewidmet: Werke, die ihm die ehrende Bezeichnung des Schwabendichters schlechthin einbrachten, waren u. a. „Der große Schwabenzug“, „Der kleine Schwab“ oder „Die Glocken der Heimat“. Müller-Guttenbrunn, u. a. Ehrenbürger von Wien und Guttenbrunn, hat ein Gedenkmuseum in seinem Heimatdorf, auch der Sitz des Banater Forums trägt seinen Namen. Hans Dama, Mag. et Dr. phil., ist aus Großsanktnikolaus gebürtig. Er entfaltet seit Jahrzehnten eine angesehene Tätigkeit als Rumänist an der Uni Wien und ist Autor zahlreicher Bände von Prosa, Lyrik, Essays, Übersetzungen aus der rumänischen Literatur. Sein Forschungsschwerpunkt sind interkulturelle Beziehungen.

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