Demonstration gegen Rassismus gegenüber Roma

Welttag gegen Rassismus in Klausenburg

Samstag, 24. März 2018

Klausenburg – Etwa 50 Personen, darunter auch der unabhängige Parlamentsabgeordnete Adrian Dohotaru, haben am Mittwoch vor dem Rathaus in Klausenburg/Cluj-Napoca gegen die Einstellung der lokalen Verwaltung gegenüber den Roma demonstriert. Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift „Alle gegen Rassismus“ und fegten die Straße mit mitgebrachten Besen. Die Aktion fand anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus statt.

„Unsere Nachricht ist antirassistisch, wir tragen zu dem Bewusstsein bei, dass Rassismus auch in unserer Gesellschaft wirkt, Ziel des Rassismus bei uns sind Roma und Arme. Sie haben oft nur Zugang zu schlecht bezahlter Arbeit wie dem Fegen von Straßen, was als erniedrigend angesehen wird und die Menschen stigmatisiert. Wir drücken unsere Empörung und unseren Protest gegen diese Manifestation aus und rufen alle zum Kampf gegen Rassismus auf. Den institutionalisierten Rassismus gibt es auch in der öffentlichen Verwaltung in Klausenburg. Es gibt Verfahren und Mechanismen, durch welche Arme und Roma an den Rand der Stadt getrieben werden und in unangemessenen Wohnverhältnissen unterkommen,“ so Dr. Enikö Vincze, Sozialanthropologin und Mitorganisatorin des Protests.

Der ehemalige USR-Abgeordnete und heutige parteilose Parlamentsabgeordnete Adrian Dohotaru fügte hinzu: „Ich bin zum Welttag gegen Rassismus gekommen, um die Behörden daran zu erinnern, dass es in Klausenburg sehr viele Roma gibt und einige von ihnen leben in Pata Rât, wo die Umweltverschmutzung sehr hoch ist. Ich bin da, um auch einige Maßnahmen des Parlaments symbolisch hervorzuheben. Wir haben das Arbeitsministerium aufgefordert, den Roma, die während des Zweiten Weltkriegs Opfer von Rassismus und Deportation wurden, eine Entschädigung zu zahlen.

Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville/Südafrika in Reaktion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen und hat 69 Menschen das Leben gekostet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen.

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