Demos wider und für Roşia Montană klingen nicht ab

Bukarester Fahrradfahrer schießen sich auf Oberbürgermeister ein

Dienstag, 24. September 2013

Die Proteste gegen das Goldprojekt Roşia Montană gehen weiter. Foto: Christian Binder

Bukarest (ADZ) - Kein Ende der massiven Straßenproteste gegen das umstrittene Goldprojekt Roşia Montană in Sicht: Allein in Bukarest beteiligten sich am Sonntag etwa 20.000 Menschen an einem Protestmarsch gegen den geplanten Goldabbau im Zyanid-Verfahren und auch gegen die als durch und durch korrupt empfundene politische Klasse. Auch in Klausenburg/Cluj, Temeswar/Timişoara, Kronstadt/Braşov und weiteren Städten gingen Abertausende Menschen auf die Straße. Schützenhilfe gab es zudem aus Berlin, Wien, Mailand, London, Oxford, Amsterdam, Budapest, New York und Melbourne.

Neben dem Hauptslogan „Geeint retten wir Roşia Montană“ werden mittlerweile vermehrt auch regimekritische Sprechchöre laut – in Bukarest etwa wurde am Sonntag auch „Ponta, Rücktritt“, „Nieder mit der Schummelregierung“ und „Eure Gier hat uns geweckt“ gerufen.
Zeitgleich demonstrierten in Roşia Montană rund 1000 Bergarbeiter und Einwohner für Arbeitsplätze und den Start des Goldförderprojekts, 33 Kumpel begaben sich aus Protest für einige Stunden wieder unter Tage.

Am Samstag hatten in der Hauptstadt Tausende Protestler den gigantischen Parlamentssitz mit einer menschlichen Kette umstellt. Der Demo schlossen sich auch rund 5000 Fahrradfahrer an, die davor einen Protest auf zwei Rädern gegen Oberbürgermeister Sorin Oprescu organisiert hatten.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 26.09 2013, 00:36
an Ottmar: jedes Diplom von der Spiru-Haret-Universität ist ein Witz und das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist, egal ob die Arbeit abgeschrieben wurde oder nicht. Trotzdem: ein Doktortitel ist nicht notwendig um Premierminister sein zu können. Der österreichische Bundeskanzler hat zB gar nicht studiert. Was man braucht, um Regierungschef zu sein ist, dass man die Mehrheit im Parlament hinter sich hat und verfassungskonform angelobt wurde. Das trifft bei Ponta (leider) zu.
Hanns, 25.09 2013, 20:05
@Tourist - ganz ehrlich, hätten Sie einen dieser "Politiker" gewählt? Ich sicher nicht! Aber leider gibt es in Rumänien KEINE Alternative zu diesem Gesindel!
Ottmar, 25.09 2013, 12:39
Ich weiss nicht wo da in Rumänien eine Rechtsstaatlichkeit in der Regierung besteht. Der Ministerpräsident ist eindeutig des Diebstahls überführt worden. Da kann man Hans nur Recht geben wenn man diese Bagage zum Teufel jagt. Plagiatoren haben in einer Regierung nichts zu suchen. Somit ist jeder Aufruf so eine kriminelle Truppe zum Teufel zu jagen ein absolut demokratisches Ansinnen. Und Helmut wo findest du in Deutschland in einer Regierung einen überführten Plagiator. Ich habe dir damals zu Frau Schavan gesagt wenn es zutrifft dass eine Plagiatur rechtskräftig definiert wird, gibt es kein Halten mehr für diese Person in einer Regierung. Und wo ist Frau Schavan jetzt und wo ist der Dieb Ponta???
Tourist, 25.09 2013, 10:47
an Hanns: korruptes Gesindel hin oder her, diese Mandatsträger sind demokratisch legitimiert. Das Volk hat sie selbst gewählt, sogar mit einer unglaublich deutlichen Mehrheit, und muss sie nun bis zum Ende der Legislaturperiode ertragen. So funktioniert Demokratie. Verjagen ist undemokratisch.
Manfred, 24.09 2013, 22:15
Helmut-Alles,was recht ist,manche gehören wirklich verjagt...Was mich an der rumänischen Politik stört ist,das das Wort Kompromiss zu selten existiert.Ich verstehe,das Arbeitsplätze dringend gebraucht werden,der Schutz der Natur ist die Sicherheit nachfolgender Generationen.Von der Goldförderunfg können einige hundert Menschen 17 Jahre lang leben,vom Tourismus,der Landwirtschaft länger.Oder Helmut?
Hanns, 24.09 2013, 21:58
@Helmut - bitte nicht persönlich werden! Außerdem kann ich mich nicht daran erinnern Ihnen das Du angeboten zu haben.
Politiker kann man abwählen - aber hier handelt es sich um korruptes Gesindel und nicht um Politiker!
Helmut, 24.09 2013, 20:12
@Hanns...wenn die Protestierer solche Geisteskinder sind wie Du,dann ist klar,wer hinter solchen Protestaktione steckt und um was es geht.In einer Demokratie werden Politiker abgewählt aber nicht verjagt.Diese Zeiten sind auch in Rumänien für immer vorbei.
Helmut, 24.09 2013, 20:08
Straßenproteste sind in einer Demokratie nichts ungewöhnliches.....dass bei solchen Kundgebungen oft der eigentliche Anlass vergessen wird und die verschiedensten Gruppen/Grüppchen im Land versuchen ihr eigens Süppchen zu kochen ist eigentlich auch normal,dass kennen wir schon aus der Vergangenheit bzw.von Demostrationen in andern EU-Staaten.Welche großartige Schützenhilfe gab es aus Berlin,Wien ,Budapest??.Dieses Problem kann nur am Tisch geklärt werden,aber niemals auf der Strasse.
Hanns, 24.09 2013, 11:58
Endlich wachen die Bürger Rumäniens auf. Diese Politiker gehören verjagt, damit Rumänien auch in Europa ankommen kann.

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