Der „Forstradar“ erweist sich als willkommene Hilfe

Zehn bis fünfzehn Forstfrevel monatlich

Freitag, 27. März 2015

Reschitza – Der bei seiner Einführung vor anderthalb Jahren umstrittene „Forstradar“, mittels dessen Forstdelikte – vor allem illegales Fällen von Bäumen – effizienter ermittelt werden sollten, wird jetzt vom Polizeibüro für die Bekämpfung von Forstdelikten, aber auch vom Kontrollkorps der Forstdirektion „Romsilva“ in Reschitza/Reşiţa als „positive Einrichtung“ bezeichnet. Die Kontrollfahrten auf den Straßen, die zu Forstschlägen führen, könnten so effizienter und zielgerichteter gestaltet werden.

Auch das Territorialinspektorat für Forstwirtschaft und Jagd (ITRSV), das nach eigenen Angaben „das ganze Jahr über“ Überprüfungen der Respektierung des Forstgesetzbuchs durchführt, erklärt sich angetan von der Effizienz des „Forstradars“ und ist der Meinung, dass dieser „uns die Arbeit erleichtert“. Trotzdem: „Manche Probleme bestehen weiter“, heißt es beim Territorialinspektorat, „aber es ist unbestritten, dass seit Einführung des ‘Forstradars’ die Zahl der illegalen Holzeinschläge, vor allem der großflächigen bzw. jener mit großem Volumen des geschlagenen Holzes, gesunken ist. Unsere Inspektoren haben beispielsweise ihre Inspektionen in den Gemeindewäldern von Lăpuşnicel und Bozovici im Almăj-Tal abgeschlossen, wo wir ohne den ‘Forstradar’ wahrscheinlich schwerer  zu Rande gekommen wären. In beiden Fällen handelt es sich um ein relativ großes Volumen illegal gefällter Bäume, jeweils etwa 800 Kubikmeter.“

Durch den „Forstradar“ werden monatlich zwischen zehn und fünfzehn Fälle illegalen Fällens von Bäumen aufgedeckt, sagte Romel Buzescu, der Chef des ITRSV Karasch-Severin. Günstig sei auch, dass durch die Einrichtung auch die Zirkulation des Holzes von den Zwischenlagern im Wald zu den Depots und zu den Sägewerken ziemlich genau verfolgt werden kann: „Wir können so alle Genehmigungen verfolgen, die Zahl der Stämme überprüfen, die jeder Forsttransporter geladen hat, überprüfen, ob die Stärke der Stämme den Vorschriften und den Vorgaben der Forsteinrichtung entspricht, auch die Länge der Stämme sowie das Gesamtvolumen des transportierten Holzes. Häufigste Ursachen für unser Eingreifen sind das Fehlen der Spuren des Markierhammers, Überziehung der Genehmigungsfrist, Überschreitung der Länge der Transportstrecken.“

Mit einiger Regelmäßigkeit werde auch Holz konfisziert, etwa wegen des Fehlens des online überprüfbaren Codes oder wegen fehlender Genehmigungen.  Zum Thema Strafen hier die Meinung von Vasile Iosifescu vom Überwachungsbüro von „Romsilva“: „Die geringste Geldstrafe, die wir verpassen, beträgt 1000 Lei – wenn es sich um die Fahrer von Forsttransportern handelt und die Geldstrafe binnen 48 Stunden beglichen wird – und einigen tausend Lei, wenn eine Rechtsperson straffällig wird. Ich muss zugeben, dass im Verwaltungskreis Karasch-Severin der ‘Forstradar’ richtig gut funktioniert.

Alle Firmen, die zuerst strikt dagegen waren, haben inzwischen das System übernommen – und damit, in unseren Augen, auch die Ehrlichkeit ihrer Absichten unterstrichen. Alle haben jetzt die entsprechenden Tablets und können sich ins Programm einloggen. Das anfängliche Durcheinander hat sich gelegt, als alle bei 112 anriefen und Erklärungen forderten. Und es müssen auch nicht mehr Dutzende Fahrzeuge täglich überprüft werden, weil einer den anderen verpetzt, alles verläuft ruhiger, gesetzter. Das nicht zuletzt auch, weil die Mehrheit inzwischen legal arbeitet... .“

2014 hat die Polizei Karasch-Severin über ihr spezialisiertes Büro 203 Übertretungen des Forstgesetzbuchs festgestellt, 166 im ländlichen, 37 im urbanen Raum. 353 Übertretungen der Forstgesetze sind polizeilich festgestellt worden, die meisten im Bereich der Geldstrafen, aber auch 152 im Bereich des Strafgesetzbuchs. Es wurden im Vorjahr Geldstrafen über 229.000 Lei verhängt.

Kommentare zu diesem Artikel

Camping Trei Ape Gerd, 29.03 2015, 20:47
ich lese und lese.... und wundere mich. Bei uns hier um den Semenik wird Tag für Tag Holz im Naturschutzgebiet geschlafen. Und ich behaupte illegal. Kein Polizist traut die Holztransporte anzuhalten und kontrollieren! Rufst du die 112 an, dann bekommst du als Antwort.....alles legal, die haben die Genehmigung.
Es geht hier um sehr viel Geld, jeder Transport vom guten Buchenholz bringt rund 12.000Euro in deren Taschen und hier donnern teilweise bis zu 10 Transporter am Tag ins Tal runter, manchmal sogar nachts und dies 6 Tage in der Woche. Da kann sich jeder ausrechnen, dass (wenn überhaupt) die verlangten Strafen für diese Leute *Peanuts* sind!

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