Der jüngste DFDR-Bürgermeister in Sathmar

Imre Sütö arbeitet mit Engagement und Freude für Kalmandi

Samstag, 11. August 2012

Sathmar - Seit seinem 17. Lebensjahr nimmt Imre Sütö aktiv am Leben der Gemeinde Kalmandi/Cămin teil. Der frisch gewählte Bürgermeister von Kalmandi ist mit seinen 35 Jahren der jüngste DFDR-Bürgermeister im Kreis Sathmar. 

In Kalmandi leben rund 1400 Bewohner. Dreiviertel von ihnen sind schwäbischer Abstammung. Doch bekennen sich nicht alle zur deutschen, sondern viele zur ungarischen Minderheit.

Imre Sütö ist gebürtiger Kalmander, der als Sohn einer schwäbischen Familie in der deutschen Kultur aufgewachsen ist. Er war jahrelang Mitglied der deutschen Volkstanzgruppe in Kalmandi und mit 17 Jahren wurde er von der Leitung der Gemeinde zum Direktor des Kulturhauses ernannt. Seitdem leitet und unterrichtet er auch die Jugendvolkstanzgruppe „Heidenröslein“ des Deutschen Forums.

„In Kalmandi gab es immer ein reges Kulturleben. Die Blaskapelle blickt auf eine über hundertjährige Vergangenheit zurück. Es gibt einen Kirchenchor, Jugendchor und auch eine Musikband“, berichtet der Bürgermeister über das Kulturleben.

Im Jahr 2002, nachdem sich die beiden Gemeinden Kalmandi und Kaplau/Căpleni getrennt hatten, wurde Imre Sütö als Mitglied seitens des Deutschen Forums in den Lokalrat gewählt. Seit anderthalb Jahren wurde er vom Gemeinderat zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt. „Ich wollte mehr für die Gemeinde tun und es sollte auch Kalmandi endlich von einem DFDR-Bürgermeister geleitet werden, so wie die anderen schwäbischen Gemeinden in der Umgebung“, motiviert der neue Bürgermeister seine Entscheidung, bei den kürzlichen Lokalwahlen als Kandidat für das Bürgermeisteramt anzutreten. Auch freue er sich, dass es den Wählern des Deutschen Forums in Kalmandi gelungen sei, drei Mitglieder in den Lokalrat zu wählen. Szilárd Tempfli, László Keizer und Antal Schradi sind engagierte junge Leute, die für die Gemeinde arbeiten möchten.

Das wichtigste Projekt, das noch in diesem Jahr im Interesse der Gemeindebewohner durchgeführt werden soll, sei die Kanalisierung, meint der neue Bürgermeister. Der Gesamtwert des Projektes, das aus Geldern des Umweltministeriums verwirklicht wird, beträgt 3,5 Millionen Lei. Die Eigenbeteiligung daraus betrage 520.000 Lei, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden sollen. „Diesbezüglich haben wir das Versprechen des Kreisrates, dass er uns behilflich sein wird“, sagt Sütö. Die Ausschreibung habe bereits stattgefunden und es werde bald bekannt, welche Firma die Arbeiten ausführen werde.

Im Bereich Kultur möchte der neue Bürgermeister durch das LEADER-Programm der „Kalmander Harmony“ Blaskapelle neue Instrumente beschaffen und das Kulturhaus außen renovieren lassen. In diesem Mandat nimmt er sich auch die Säuberung des Fischteiches der Gemeinde vor. Natürlich möchte er die Kirche, den Unterricht und den Sport weiterhin unterstützen wie auch die schwäbische Kultur. „In der Gemeinde gibt es eine deutschsprachige Kindergartengruppe und die Kinder haben die Möglichkeit, im naheliegenden Großkarol die Schule in deutscher Sprache zu besuchen“, sagt der Bürgermeister.

Der kulturelle Bereich wurde jahrelang auch von Joseph Solomayer, berühmter Sohn der Gemeinde Kalmandi, großzügig unterstützt. Der vor zwei Jahren in Amerika verstorbene gebürtige Kalmander spendete jährlich rund 2000 Dollar für die Gemeinde. „Sein ausdrücklicher Wunsch war, dass seine Hilfe zur Unterstützung der Bereiche Unterricht, Sport und Musik verwendet wird. So wurden Sprachkurse, Musik- und Tanzunterricht gehalten, die Fußballmannschaft und die Blaskapelle der Gemeinde unterstützt. Auch spendete der Professor eine bedeutende Summe für den Ausbau des Dachbereichs des Forumshauses in Kalmandi, wo Gästezimmer errichtet wurden, und für einen Minibus, der in der Gemeinde als Schulbus verwendet wird“, sagt der Bürgermeister.

Imre Sütö blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Die Gemeinde hat eine Zukunft, denn der Großteil der Jugend bleibt in Kalmandi. Es gibt auch in der Gemeinde Arbeitsmöglichkeiten und weil die Stadt nahe liegt, pendeln viele nach Großkarol/Carei, wo sie vor allem bei den großen deutschen Unternehmen arbeiten“, so der Bürgermeister.

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