Der Kampf um die Beteiligung am Referendum

PDL könnte zum Boykott raten, um Băsescu zu retten

Samstag, 21. Juli 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Beide Hauptgegner im Referendums-Wahlkampf gehen davon aus, dass es schwierig ist, für den 29. Juli mehr als neun Millionen Bürger zu überzeugen, an den Urnen zu erscheinen.

Das Innenministerium gibt bekannt, dass im Land 18.543 Wahllokale eingerichtet werden. Für die Sicherheit des Wahlvorgangs und die Bewachung der Urnen sollen 33.000 Angestellte des Ministeriums sorgen. Zusätzlich werden 16.000 Mitarbeiter des Innenministeriums für die öffentliche Ordnung eingesetzt.

Nachdem sich am 29. Juli rund 140.000 Bürger am Schwarzen Meer befinden werden, sollen dort 556 Wahllokale eingerichtet werden. In einem Schreiben an das Zentrale Wahlbüro (BEC) hatte die USL die Eröffnung von 100 zusätzlichen Wahllokalen beantragt.

Über die Wahllokale im Ausland sagte Außenminister Andrei Marga, dass 301 eingerichtet werden, davon 56 in Italien und 46 in Spanien. In Deutschland wird es Wahllokale in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und Bonn geben. In Österreich wurde die Zahl der Wahllokale erhöht, sodass es jetzt in Wien zwei Wahllokale geben wird und je eines in Graz, Salzburg und Klagenfurt.
Die PDL hingegen hat sich ausgerechnet, dass etwa 45 Prozent der Bürger zu den Wahlen erscheinen werden und dass das Referendum demnach ungültig sein wird. Traian Băsescu ruft zwar zur Wahlbeteiligung auf, in der PDL-Führung wurde aber kein eindeutiger Beschluss gefasst, ob die Partei öffentlich zum Boykott auffordern wird oder nicht. 

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 22.07 2012, 01:09
Führender Schweizer Europarat-Politiker wirft der EU falschen Umgang mit der Staatskrise in Rumänien vor......Der Abgeordnete wörtlich:..Es sei der Demokrate"nicht sehr förderlich,wenn die EU wie ein Schulmeister auftritt.Die EU kümmere sich viel zu wenig um die "inneren demokratischen Zustände"und den Respekt vor der Menschenwürde.Der EU geht es immer nur um den Markt und ums Geschäft.Er kritisierte auch die Politiker Rumäniens und warf ihnen vor, dass es keine Kultur des Dialoges und Kompromisses gebe.
Helmut, 21.07 2012, 21:26
Liebe Frau Rodica!
Ich glaube Ihnen das sehr gerne,daß Sie sich für diese Leute schämen.Auch in Rumänien empfindet man es als Schande,daß sich Rumänen so im Ausland verhalten.Aber Verbrecher gibt/wird es immer und überall geben.Wichtig ist es aber das diese Leute der richtigen Strafe zugeführt werden.Aber keine Regierung und kein Präsident eines Landes,egal welcher Parteizugehörigkeit,wird den Kriminaltourismus verhindern können.Es müssen nur Maßnahmen getroffen werden um diesen einzudämmen und zu bekämpfen.Soweit mir bekannt ist,geschieht hier von Seiten der offiziellen Stellen Rumäniens und Österreichs sehr viel.Ich glaube aber,daß alle Österreicher welche Rumänien besuchen,erkennen das Rumänien anders ist,als es manchmal in den österreichischen Medien dargestellt wird.Trotz verschiedener politischer Meinungsverschiedenheiten,sollen aber auch alle Auslandsrumänen dazu beitragen,die politischen Probleme des Landes im Ausland objektiv darzustellen.Leider geschieht dies oft nicht und trägt dazu bei, die negative Meinung über Rumänien zu fördern.
Herzliche Grüsse Helmut
Rodica, 21.07 2012, 18:22
Lieber Helmut!
Noch etwas zum Thema "Image von Rumänien im Ausland". Hier in Österreich kann man fast täglich über einige unserer Mitbürger in der Zeitung lesen, dass sie wieder in Häuser eingebrochen, Geschäfte ausgeraubt, Autos gestohlen, Kupferleitungen von den Metro-Linien entwendet oder sonstige Betrügereien begangen haben. Glauben Sie mir es ist manchmal gar nicht so leicht sich als Rumäne zu deklarieren. Obwohl ich mich für diese Mitbürger wirklich schäme, versuche ich immer die guten und schönen Seiten unseres Landes zu vermitteln. Gott sei Dank wissen die Leute hier in Österreich, dass es nicht nur Schlechtes in Rumänien gibt.
Rodica, 21.07 2012, 15:32
Helmut! Ich höre doch nicht etwa Neid aus Ihrem Beitrag. Aber ganz im Ernst, die lange Anreise nehme ich für mein Land gerne in Kauf - aber das Missverhältnis ist doch ziemlich auffällig, oder ....? Wir Rumänen im Ausland kümmern uns sehr um das Image unseres Landes. Doch leider Gottes gibt es immer wieder verrückte Politiker zuhause, welche die ganze Mühe in ein paar Tagen zerstören!
Helmut, 21.07 2012, 15:19
Liebe Rodica!
Man kann doch nicht in jeder ausländischen Stadt ein Wahllokal für die Auslandsrumänen einrichten.Dies wäre schön,ist aber technsich nicht möglich.Einen langen Anfahrtsweg muß man für die Demokratie in Kauf nehmen.Demokratie ist manchmal Mühsam.Sorry.
Die Probleme in Wien waren dadurch entstanden,weil die Botschaft nicht mit einer so starken Wahlbeteiligung ,trotz Vorwarnung,gerechnet hat.Diesesmal gibt es in Wien 2 Wahllokale.Ich bin sicher die Auslandsrumänen sind nicht Bürger 2.Wahl.Aber manchmal wäre es gut,wenn sich die Auslandsrumänen mehr um das Image des Landes kümmern würden ,nicht nur sowie viele ,nur um das Geldverdienen.Liebe Grüsse:)
Rodica, 21.07 2012, 12:32
Was für ein Missverhältnis – für 140.000 Bürger am Schwarzen Meer gibt es 556 Wahllokale (das entspricht einem für 251 Bürger) und für die im Ausland lebenden ca. 3.000.000 Bürger gibt es lediglich 301 Wahllokale (das entspricht einem für 9.966 Bürger). Dazu kommt noch, dass die im Ausland lebenden Rumänen teilweise lange Wege in Kauf nehmen müssen um das nächste Wahllokal zu erreichen. Dann gibt es auch noch lange Schlangen (und Wartezeiten) so wie die letzten Male in Wien. Da kann doch etwas nicht stimmen! Sind die Bürger Rumäniens, die im Ausland leben, Bürger zweiter Klasse?

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*