Der Minister ist verärgert

Dan Şova begutachtete den dritten Abschnitt der Autobahn zwischen Hermannstadt und Broos

Dienstag, 13. Mai 2014

„Für das Erdrutsch-Problem muss eine richtige Lösung gefunden werden“, meinte Minister Şova. Foto: Kreisrat Hermannstadt

Hermannstadt – „Keiner ist mehr auf ‘Impregilo‘ verärgert als ich“, behauptete am Freitag Transportminister Dan Şova während seines Besuchs des Problemabschnitts der A1-Autobahn. Eigentlich sollte die gesamte Strecke zwischen Hermannstadt/Sibiu und Broos/Orăştie bereits seit April 2013 befahrbar sein. Die massiven Erdrutsche in der Gegend von Tetscheln/Aciliu, vor dem großen Viadukt, sorgten jedoch für Verzögerungen. Der neue, zwischen dem italienischen Bauunternehmen „Impregilo“ und der nationalen Straßenaufsichtsbehörde (CNADR) ausgehandelte Fertigstellungtermin ist der 15. November 2014.

Den Autofahrern teilte Minister [ova mit, dass „der dritte Abschnitt der Autobahn am 15. November eröffnet wird“. „Ich hoffe es“, fügte er hinzu. Laut [ova seien alle Voraussetzungen dafür da: Die Meteorologen versprechen einen langen und trockenen Sommer und das Ministerium genehmigte zusätzliche 27 Millionen Lei für die Beseitigung der Erdrutsche, obwohl 365 Millionen Lei verlangt wurden. In dieser Einsparung sieht Şova „einen kleinen Sieg“ des Ministeriums. Den Bauherren muss Şova aufs Wort glauben: „Ich bin kein Ingenieur, sondern ein Jurist. Wenn man mir sagt, dass Arbeiten planmäßig verlaufen, muss ich glauben“. Er versprach jedoch, den Verlauf der Arbeiten zusammen mit den Fachleuten von CNADR zu prüfen und „nach zwei-drei Wochen“ die Baustelle wieder zu besuchen. Ein weiteres Abkommen zwischen dem Bauunternehmen und dem Ministerium sieht Fertigstellung und Freigabe für den Verkehr von 16 Kilometern zwischen Großpold/Apoldu de Sus und Zeckendorf/Cunţa bis zum 15. Juli 2014 vor. Somit bleiben nur die problematischen sechs Kilometer der Autobahn nicht befahrbar.

Für den durch die Erdrutsche betroffenen Abschnitt war der Bau eines Tunnels vorgesehen. Diese Idee wurde nun zu Gunsten vom massiven Abtragen des Hügels verworfen. „Der Bau eines Tunnels würde einen anderen Typ der Bodenkonsolidierung bedeuten. Der Hügel wird abgetragen und dann sehen wir, welche Ergebnisse es mit sich bringt“, bestätigte ein Vertreter des Bauunternehmens. Der dritte Abschnitt der A1-Autobahn zwischen Hermannstadt und Broos misst knapp über 22 Kilometer. Seine Fertigstellung wurde dem italienischen Bauunternehmen „Impregilo SpA“ für 604,7 Millionen Lei in Auftrag gegeben.

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