Der rumänische Energiesektor braucht Effizienzverbesserung

Samstag, 24. Januar 2015

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Rumänien braucht keine Erhöhung der Produktionskapazitäten im Bereich Energie, sondern eine Verbesserung der Effizienz. In den nächsten zehn Jahren braucht man keine Investitionen in die Produktionssteigerung, neue Kapazitäten aber müssten die alten ersetzen. Rumänien hat derzeit installierte Produktionskapazitäten in Höhe von 23.000 Megawatt, der Tagesverbrauch liegt aber selten über 9000–10.000 MW. heißt es in einer Studie von AT Kearney und dem Fonds Proprietatea.
Das Potenzial an Nachfrage an Elektrizität bleibt bis 2025 recht eingeschränkt und liegt bei etwa 0,7 Prozent p. a., könnte aber auch auf 0,2 Prozent sinken, sofern energieintensive Produktionseinheiten abbauen.

Die Ineffizienz und die Subventionen führen zu einer Steigerung der Energiepreise um 24 Prozent. Ein korrekter Preis würde folglich 35,5 Euro je MW sein, statt derzeit 43,9 Euro/MW. Bis 2025 würden Strom aus Wind und Biomasse am attraktivsten für Investoren bleiben. Große Produktionskapazitäten auf Erdgas und Braunkohle basierend sind in der Entwicklung bedroht, vor allem durch die begrenzte Nachfrage und durch den Preis der Zertifikate. Der Bau der Reaktoren 3 und 4 im Atomkraftwerk Cernavodă, eine Investition von mehr als 6 Milliarden Euro dürfte ebenfalls Unterstützung benötigen. Desgleichen würde die Inbetriebnahme in Cernavodă die Braunkohle befeuerten Produktionseinheiten vom Markt verdrängen.

Kommentare zu diesem Artikel

Hugo, 24.01 2015, 20:53
Vor allem sollten die Energieversorger in die Verbesserung ihrer Infrastruktur investieren, anstatt nur auf ihre Gewinne zu schielen. Und sie sollten mal begreifen, was Kundenorientierung bedeutet. Es genügt nicht, nette Werbebriefe zu schicken, in denen versichert wird, was für ein geschätzter Kunde man doch sei, ohne tatsächlich etwas in die Verbesserung der Versorgungssicherheit zu investieren.
Wie anders ist es zu erklären, daß hier auf dem Land einfach mal für 8 Stunden der Strom abgeschaltet wird (bei mir jetzt zweimal innerhalb ca.4 Wochen).
Das würde sich ENEL in einer Stadt sicher nicht trauen, aber man denkt wohl, die dumme Landbevölkerung nimmt es hin.
Mit der Telekom ist es dasselbe: teilweise sind die Masten umgefallen, hängen fast waagrecht, die Isolatoren hängen abgerissen in der Luft, aber es wird nichts repariert. Man wartet, bis es völlig kaputt ist, dann haben die Leute wieder ein paar Tage kein Telefon, bis es repariert wird. Herr Johannis, es gibt viel zu tun!

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