Der Second-Hand Markt: Vorurteile und Meinungen

Was sich hinter der breiten Theorien-Fassade versteckt

Montag, 03. Juli 2017

Breite Produktpalette bei den Billigwaren
Foto: Zoltán Pázmány

Der Second-Hand-Markt ist ein Unterfangen, teils von Erfolg gekrönt und mit einer großen Vielfalt an Kundschaft und somit auch von Vorurteilen und Meinungen geprägt. Eine Umfrage in Second-Hand-Läden und unter Bürgern in der Nähe des Bălcescu-Platzes, ergab diverse Antworten, was den Kleidermarkt angeht. Menschen aller Altersgruppen, Geschlecht und sozialen Status´ geben ihre Meinungen ab, wobei sichtliche Diskrepanzen auftreten.

Fünf unterschiedlich alte Frauen (36-64) teilen ihre Ansichten mit: drei besuchen oft solche Läden und sind fest überzeugt, dass die ganze Idee eine günstige Chance für ihre Einkäufe  ist. Dieselbe Meinung teilen auch jüngere Damen aus Temeswar (17 bis 21), wobei vier von ihnen eine besondere Sympathie für diese Läden empfinden. Vor allem die Niedrigpreise scheinen dabei ausschlaggebend. Genau dasselbe empfinden auch vier der jungen Herren (16 bis 24), die einen eher gewagten Stil ihrer Kleidung bevorzugen. Diese kaufen sich immer wieder Westen und gestalten sie für Konzerte und andere Musikereignisse. Im Gegensatz zu den Frauen, die ein anderes Verständnis zur Mode haben, geben die Männer rationellere Antworten. Sechs Männer zwischen 30 und 65 haben eine eher faktenbezogene Perspektive. Sie raten allen, nur neue Kleider zu kaufen. Mit der Zeit mutieren mehr und mehr Krankheitserreger und haften sich an Kleidern, insbesondere an synthetischen Materialien. Hinter dieser Wand der Theorien verstecken sich schlecht eingehaltene Normen, das heißt, in Rumänien hält man sich nicht an die eingeführten Bedingungen, wie das Desinfizieren und Vakuumverpacken. Man erfüllt die minimalen Konditionen - das Waschen der Kleider.

Die 54 Jahre alte Verkäuferin eines Second-Hand-Ladens auf dem Bălcescu-Platz erklärt, wie ihr Kleinbetrieb geführt wird: ”Masseneinkäufe sind ausschließlich Importprodukte aus England. Sie werden versiegelt in Plastikbezügen verschickt. Länder wie England, Dänemark und Deutschland halten ihre Normen ein”, weiß sie aus Erfahrung. Unterdessen gibt es andere Läden, die nur das mindestnötige erfüllen und somit ruft der Einkauf in Second-Hand-Läden Gesundheitsrisiken hervor. Alle Befragten sind der Meinung, dass die scheinbare Konkurrenz, die Großeinkaufseinrichtungen, wie die Mall, keinen direkten Einfluss auf solche Läden ausübt. Jeder besucht die Plätze, die ihn am meisten inspirieren und wo er sich am wohlsten fühlt. In Second-Hand-Geschäften gibt es immer ein gewisses Risiko und  jeder sollte selber entscheiden, welche er dann angeht und welchen Gewinn er aus diesem Einkauf macht. Außerdem, sollte man sich einen gewissen Laden auswählen, wo sich der Verkäufer um seinen Ruf kümmert und seine Ethik befolgt. Nicht zuletzt hat der Preis der Ware ebenfalls eine gewichtige Rolle.

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