„Der Staat muss eingreifen“

Gewerkschaftschef fordert koordiniertes Eingreifen der Ministerien

Freitag, 22. Februar 2013

Reschitza - Jivomir Tovladiaţ, der Leiter der Gewerkschaft CNSLR „Frăţia“ des Reschitzaer Maschinenbauwerks UCMR, hatte auf der jüngsten Tagung des Ausschusses für Sozialen Dialog der Reschitzaer Präfektur einen dramatischen Auftritt. Angesichts der Insolvenzlage des Werks und der Gesellschaft „Hidroelectrica“ – mit der der UCMR, als einziger rumänischer Erzeuger von hydroenergetischen Anlagen, engstens verbunden ist – forderte er die Präfektur auf, bei der Regierung zu intervenieren, damit die Minister für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Industrien „und am besten auch der Premierminister“ nach Reschitza zu einer Beratung über das Wie und Weiter kommen.

„Wir haben noch für ein bis zwei Monate Arbeit. Dann kommt die Sintflut. Ich möchte aber auf keinen Fall, dass wir dann auf die Straße protestieren gehen, so lange man Probleme und Forderungen auch mittels offenem Dialog erledigen kann“, betonte der gewichtige Gewerkschaftsboss. „Allerdings darf niemand vergessen: Es ist höchste Zeit für ein Arbeitstreffen in Reschitza mit dem Wirtschaftsminister, der Arbeitsministerin, dem Industrieminister und dem Finanzminister, am besten unter Vorsitz des Premierministers. Denn UCM Reschitza ist wichtig für Rumänien und ich sehe überhaupt kein Problem darin, dass die Regierung zur Stützung eines Privatunternehmens antritt. Die gegenseitige Abhängigkeit zwischen UCMR und Hidroelectrica ist dabei bloß ein Aspekt.

Aber grundsätzlich liegt UCMR auch bei Auslandsaufträgen im hydroenergetischen Bereich nicht schlecht im Rennen – und da verdient einmal mehr der Staat mit. Dass der Staat tatenlos zusieht, wie beide Unternehmen in der Insolvenz herumdümpeln, das kann nicht in Ordnung sein.“ Tovladiaţ sprach von UCMR als „Hebel, der den Staat und seine Firmen unterstützen muss“. Der Präfektur blieb in diesem Kontext nichts anderes übrig, als die Forderung des CNSLR „Frăţia“-Chefs aus dem Reschitzaer Maschinenbauwerk aufzunehmen und an die Regierung weiterzuleiten.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 23.02 2013, 03:44
Warum besteht denn nun eine "wechselseitige Abhängigkeit" zwischen Hidroelectrica und dem Reschtzaer Maschinenbauwerk ? Ist der Maschinenbauer Lieferant und Dienstleister von Hidroelectrica ?

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