Deutsche Präsenz in Kommunalverwaltung

Mehr DFD-Kandidaten als vor vier Jahren

Mittwoch, 08. Juni 2016

Claudius Höniges beim Wahlgang

Das Demokratische Forum der Deutschen im Banat ist in so vielen Kommunalverwaltungen präsent, wie lange nicht mehr. Fünf von insgesamt sechs Kandidaten des Forums haben den Einzug in die Kommunalräte geschafft. Auch wenn einige das angepeilte höchste Amt im Ort verpasst haben, steht das Forum besser da als vor vier Jahren. Außerdem gehört es oft zur Strategie, sich für den Bürgermeisterposten zu bewerben, um zumindest in den Gemeinderat einzuziehen. In den Kleinstädten Busiasch, Detta und Sanktanna hat das DFD ab nun Stadträte, genauso wie in den ehemaligen schwäbischen Großgemeinden Billed und Schag DFD-Kandidaten den Einzug in die Gemeinderäte geschafft haben.  Drei der fünf Ratsmitglieder sind Forumsvorsitzende in ihrem Ort. Adrian Ardelean war bei den Wahlgängen dabei. 

In Busiasch und Billed konnten die langjährigen Vorsitzenden der Ortsforen, Josef Kanton und Adam Csonti, ihre Plätze in den jeweiligen Gemeinderäten, die sie seit 1990 besetzen, auch beibehalten. „Für unsere Gemeinschaft ist es sinnvoll im Gemeinderat zu sein, denn wir wollen zumindest die Aspekte mitbestimmen, die uns direkt angehen“, so Adam Csonti. In Detta stellte sich der Vorsitzende des Ortsforums, Gerhart Şămanţu, als Bürgermeisterkandidat und Listenführer für den Stadtrat. Er schaffte den Sprung in den Stadtrat.

In der Arader Kleinstadt Sanktanna war der 27-jährige Claudius Höniges Bürgermeisterkandidat des Deutschen Forums. Die Stimmen reichten für eine Premiere: Das Forum hat zum ersten Mal einen Stadtrat. „Aus der Opposition heraus werde ich probieren, desto mehr Projekte durch den Kommunalrat durchzubringen“, sagt Claudius Höniges.

In der Gemeinde Schag hat es mit Alexandru Hubert ein Neuling in Sachen Kommunalpolitik versucht. Zum Bürgermeister reichte es zwar nicht, aber er schaffte es immerhin auf Anhieb in den Gemeinderat.

Der Listenführer des Deutschen Forums für den Gemeinderat in Sackelhausen war ein Landsmann aus Deutschland. Die Stimmen, die Ewald Neu für sich gewinnen konnte, reichten auf Anhieb nicht für einen Sitz im örtlichen Gemeinderat.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 09.06 2016, 03:50
in Sanktanna wäre eigentlich mehr drinnen gewesen, denn das ist eine der Gemeinden mit dem größten deutschen Anteil im Banat. Man muss sich halt auch ein wenig öffnen und rumänische Wähler ansprechen und auch mehr Präsenz zeigen, Werbung machen, auf die Leute zugehen, dann wäre dort der Bürgermeisterposten leicht möglich. Wenn die Leute merken, dass ein deutscher Bürgermeister Investoren anlockt, Arbeitsplätze schaffen kann und somit direkt ihren persönlichen Wohlstand verbessern kann, dann wählen sie ihn auch.

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