Deutsche Städte wollen in Rumänien helfen

Armutszuwanderung in Herkunftsländern angehen

Samstag, 04. Oktober 2014

Bukarest (ADZ) - Deutsche Städte engagieren sich für bessere Lebensverhältnisse von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Rumänien und planen konkrete Kooperationen mit rumänischen Städten und Kommunalverbänden.

Das ist das Ergebnis einer Delegationsreise des Deutschen Städtetages mit Städtevertretern aus Gelsenkirchen, Hamburg, Jena und Karlsruhe am 25. und 26. September nach Bukarest. Insgesamt haben derzeit 13 Städte ihre Bereitschaft erklärt, mit rumänischen Partnern zusammenzuarbeiten, geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Städtetags hervor.

Der Deutsche Städtetag beschreitet mit diesem Engagement einen Weg, der beim Thema „Armutszuwanderung“ auf Dialog und Partnerschaft mit den betreffenden Mitgliedstaaten der Europäischen Union setzt. Dieser Ansatz ergänzt die Maßnahmen, die in Deutschland notwendig und durch den Staatssekretärsausschuss der Bundesregierung jetzt angegangen worden sind.

Auf EU-Ebene werden weitere Maßnahmen in den Herkunftsländern Rumänien und Bulgarien erwartet, um die Lebensverhältnisse dort zu verbessern. Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, sagte nach der Reise: „Vor Ort ist unübersehbar, dass viele Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen leben. Deshalb wollen wir in Rumänien beispielsweise mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen helfen, EU-Fördermittel zu beantragen. Die Gelder, die Rumänien zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zustehen, sollen auch abgerufen werden und den Menschen zugute kommen. Bessere Bildungs- und Erwerbschancen und bessere Wohnverhältnisse in rumänischen Städten sind entscheidend dafür, um Armutsmigration zu verhindern und den Menschen eine Perspektive zu eröffnen.“

Deshalb sei es gut, dass an den Gesprächen auch rumänische Regierungsvertreter beteiligt sind, um den Erfolg der Kooperationen voranzubringen. Vorausgegangen war ein erster Delegationsbesuch im Januar 2014. „Schwerpunktmäßig werden vor allem Projekte in Angriff genommen, die soziale Teilhabe und Integration fördern“, so Articus.

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