Deutsche Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft

Aktuelle Geschäftslage wird schlechter eingestuft als 2012 / AHK Rumänien stellt Konjunkturbericht 2013 vor

Samstag, 27. Juli 2013

83 Prozent der befragten Unternehmen würden Rumänien als Standort wieder wählen, sehen aber in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf.
Symbolbild: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Deutsche Unternehmen in Rumänien blicken 2013 optimistischer in die Zukunft als im Vorjahr, schätzen die aktuelle Lage aber etwas schlechter als im vergangenen Jahr ein. Dies geht aus dem Konjunkturbericht 2013 hervor, der Anfang der Woche von der AHK Rumänien veröffentlicht wurde.

„Auch wenn die Anzahl der Befragten, die die Geschäftslage ihres Unternehmens als gut beurteilen leicht zurückgegangen ist (2013: 36 Prozent, 2012: 42 Prozent), schätzt die Hälfte der Unternehmen, dass sich die Lage im laufenden Jahr verbessern wird (2012: 46 Prozent). Mehr als ein Drittel der Befragten will mehr investieren und mehr Personal einstellen, nur etwa 14 Prozent planen eine Reduzierung“, heißt es im Bericht.

Weiter schätzen 30 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Konjunkturlage in ihrer Branche 2013 besser ausfallen wird als 2012; voriges Jahr sahen nur 17 Prozent eine Verbesserung der Lage. Mit einem schlechteren Jahr in ihrer Branche rechnen 19 Prozent der Unternehmen, während im vergangenen Jahr nur 15 Prozent eine Verschlechterung der Lage vermuteten.

Als ein Schwerpunktthema für potenzielle Investoren und etablierte Unternehmen sieht die AHK Rumänien die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und damit zusammenhängende Berufsausbildung. „Nach 1989 hat Rumänien in die Berufsausbildung leider so gut wie nichts mehr investiert. Deutsche Investoren haben oft darauf hingewiesen, dass das rumänische Ausbildungssystem durch das Fehlen einer beruflichen Ausbildung unterhalb des universitären Bereichs eine Lücke darstellt. Durch den Erlass der Verordnung Nr. 3168/2012 zur Genehmigung der Methodik für die Organisation und Funktion der zweijährigen Berufsbildung ist eine gesetzliche Grundlage geschaffen worden, auf der die Berufsbildung in Rumänien neu durchstarten kann. Es geht um eine praxisorientierte Berufsausbildung, die in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbeteiligten und den staatlichen Institutionen der Nachfrage auf dem lokalen Arbeitsmarkt gerecht werden soll. Ziel ist es, hierdurch die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften sicherzustellen und gleichzeitig jungen Menschen eine gute berufliche Perspektive zu bieten”, so der Bericht.

Weiter wird dem Konjunkturbericht zufolge großer Handlungsbedarf in den Bereichen Infrastruktur, Steuersystem, Zugang zu Fördermitteln, Berufsbildungssystem, Transparenz, Berechenbarkeit, Korruption und Rechtssicherheit gesehen. Die Euro-Einführung sehen zwar noch 52 Prozent der befragten Unternehmen als erstrebenswert, allerdings ist der Anteil dieser seit 2009, als er noch bei über 80 Prozent lag, stark zurückgegangen.
Die MOE-Konjunkturumfrage wurde 2013 bereits zum achten Mal in 16 Ländern Mittel- und Osteuropas durchgeführt. Über 1600 Manager bewerten hierfür die wirtschaftliche Lage, ihre Investitions- und Beschäftigungspläne und das Investitionsumfeld vor Ort. Die AHK Rumänien hat 153 Unternehmen befragt.

Als attraktivster Investitionsstandort in der MOE-Region gilt Polen, das erstmals Tschechien vom Spitzenplatz verdrängt. Rumänien ist in den Augen der Investoren in der Gesamtwertung im Vergleich zum Vorjahr einen Platz zurückgefallen und befindet sich jetzt auf Platz 11 von 20 Ländern. 83 Prozent der befragten Unternehmen würden Rumänien als Standort wieder wählen (2012: 89 Prozent).

Den gesamten Konjunkturbericht finden Sie hier.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 27.07 2013, 13:31
Dieser Beitrag in Deutsch geschrieben ,in dieser Zeitung. Das genau sollte in Wikipedia aufgenommen werden.Das es für alle Menschen dieser Erde ein zusätzlicher Beitrag wäre.Was ist Rumänien.So schreibt nur ein Rumäne.Ob in Deutsch,wie hier !!dann wird er es auch in rumänisch schreiben.Der Herr Gerd las dies auch so.SIE BLICKEN OPTIMISTISCH IN DIE ZUKUNFT; SCHÄTZEN DIE LAGE ABER SCHLECHTER EIN. Wenn man da jetzt nicht zu dem Schluß komm,. das Rumänen und Schnaps nicht zusammen gehört dann wäre mann ein Rumäne..Das ist rumänische Sprache so wie ich sie seit 15 Jahre kenne. Dementsprechent ist auch der Schreiber dieses Artikels ein Rumäne. Denn erkann dies was er schreibt nicht feststellen. Das können nur Mneschen die keine Rumänen sind.
Gerd, 27.07 2013, 08:49
Sie blicken optimistisch in die Zukunft, schätzen die Lage aber schlechter ein.....so kann man sich auch alles schönreden.
"großer Handlungsbedarf in den Bereichen Infrastruktur, Steuersystem, Zugang zu Fördermitteln, Berufsbildungssystem, Transparenz, Berechenbarkeit, Korruption und Rechtssicherheit"
Das ist die Realität auf die immer und immer wieder hingewiesen wird und wo sich nichts tut, Herr Ponta.

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