Deutscher Botschafter auf Banat-Besuch

Werner Hans Lauk hielt Vortrag an der West-Universität

Mittwoch, 12. März 2014

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, Werner Hans Lauk, sprach an der West-Universität über die Zukunft der Europäischen Union.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk, hat vor Kurzem einige Institutionen in Süd- und Westrumänien besucht. Nach einem Aufenthalt in Drobeta Turnu Severin und Orschowa an der Donau, wo er Gespräche mit Vertretern der Kommunalverwaltungen und der deutschen Ortsforen geführt hatte, begab sich der deutsche Diplomat ins Banat, wo er Treffen in Temeswar/Timisoara und Arad wahrnahm. Auf dem Programm stand auch ein Vortrag zum Thema „Europa – Gegenwart und Zukunft. Deutsche Perspektiven“, den Lauk in englischer Sprache an der West-Universität in Temeswar hielt.

„Englisch ist ein Muss, aber Deutsch ist ein Plus“, betonte der deutsche Botschafter zu Beginn der Konferenz, an der sich größtenteils Studierende der Fakultät für Europastudien und Internationale Beziehungen beteiligten. In seinem Vortrag sprach Werner Hans Lauk über die Herausforderungen, mit denen sich die Europäische Union aktuell auseinandersetzt, und hob dabei besonders die Wirtschafts- und Finanzkrise hervor, die wirtschaftliche und soziale Auswirkungen hatte und weiterhin hat. „Wir werden unsere Beziehungen zu Russland und China formen müssen, was gerade in diesen Tagen eine schwierige Angelegenheit ist“, sagte Lauk und bezog sich dabei auf den Konflikt in der Ukraine und die Intervention Russlands auf der Krim-Halbinsel. Zwar wurden nach dem Vortrag mehrere Fragen zu Deutschlands Stellung dieser Angelegenheit gegenüber gestellt, jedoch zeigte sich Lauk eher zurückhaltend in seinen Aussagen zum Thema „Krim-Krise“, um jegliche Spekulationen aus dem Weg zu schaffen. Ins Gespräch rückte auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die gerade zu Jahresbeginn EU-weit für Diskussionen gesorgt hatte. „Ungefähr 260.000 Rumänen leben und arbeiten in Deutschland, haben sich gut integriert und zahlen Steuern“, sagte Botschafter Lauk, der auch auf das Thema deutsche Investitionen in Rumänien zu sprechen kam. Für den deutschen Automotive-Sektor sei Rumänien unentbehrlich, zumal für jedes Auto, das in Deutschland hergestellt wird, Komponenten aus Rumänien geliefert werden, so Lauk.

Nach seinem Besuch in Temeswar, wo der Botschafter auch die Gedenkstätte der Revolution von 1989 besichtigte, begab sich Werner Hans Lauk in Begleitung des deutschen Konsuls Rolf Maruhn nach Arad. Hier besichtigte er das Werk S.C. Astra Rail Industries SRL und führte Gespräche mit Mitgliedern des Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsvereins. Ein Besuch im deutschen Adam-Müller-Guttenbrunn-Lyzeum sowie Gespräche mit Vertretern des Demokratischen Forums der Deutschen in Arad standen ebenfalls auf dem Programm. Zum Schluss besichtigte der Botschafter die Deutsch-Rumänische Stiftung in Glogowatz/ Vladimirescu und stattete auch der in Renovierung befindlichen Wallfahrtskirche „Maria Radna“ einen Besuch ab.

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